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Ukraine verschärft Einreise für Russen

Lage in Ostukraine weiter sehr angespannt Salzburg24
Lage in Ostukraine weiter sehr angespannt

Die Ukraine hat die Einreisebestimmungen für Russen und Einwohner der abtrünnigen Halbinsel Krim nach Angaben der staatlichen russischen Fluglinie Aeroflot massiv verschärft. Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren würden nur noch ins Land gelassen, wenn sie aus familiären oder beruflichen Gründen einreisen wollten und dies mit Dokumenten belegen könnten.

Das hätten die ukrainischen Behörden mitgeteilt, betonte Aeroflot am Donnerstag in Moskau. Zudem würden 20 bis 35 Jahre alte Frauen von der Krim besonders kontrolliert, Familien mit Kindern hingegen ohne Kontrolle durchgelassen. Die Airline kündigte an, Tickets in die Ukraine kostenlos zurückzunehmen.

Zuvor waren bei einem Angriff prorussischer Separatisten auf einen Stützpunkt der Nationalgarde im südostukrainischen Mariupol mindestens drei Menschen getötet und 13 verletzt worden. 63 Angreifer seien festgenommen worden, teilte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow am Donnerstag auf Facebook mit. Etwa 300 Vermummte hätten Brandsätze geworfen und mit scharfer Munition geschossen.

In Medienberichten war ursprünglich die Rede von 500 Angreifern gewesen, die die Kaserne umstellt und die Soldaten aufgefordert hätten, alle Waffen auszuhändigen. Die Nationalgarde habe gemeinsam mit Spezialeinheiten und unter dem Einsatz von Hubschraubern die Attacke abgewehrt, betonte Awakow.

Bereits am Wochenende hatten Separatisten das Rathaus von Mariupol besetzt. Ob es auch am Donnerstag noch unter Kontrolle von pro-russischen Aktivisten war, war vorerst unklar.

Schusswechsel wurden auch aus Slawjansk und Kramatorsk rund 80 Kilometer nördlich der ukrainischen Gebietshauptstadt Donezk gemeldet. Prorussische Kräfte gaben an, sie hätten in Slawjansk 17 Mitglieder der Regierungstruppen nach Schüssen auf friedliche Bürger festgenommen.

In Kramatorsk seien mehrere Menschen verletzt worden, als die Nationalgarde auf Demonstranten gefeuert habe, sagte ein Sprecher der moskautreuen "Selbstverteidiger" der Agentur Interfax.

Nach einer Blockade durch prorussische Bewaffnete und Anrainer haben sich ukrainische Regierungstruppen mit 15 gepanzerten Fahrzeugen aus dem Gebiet Donezk im Osten des Landes zurückgezogen. Die Einheit werde in voller Stärke zurück nach Dnjepropetrowsk verlegt, teilte am Donnerstag das Verteidigungsministerium in Kiew mit.

Die ukrainischen Sicherheitsbehörden meldeten am Donnerstag die Festnahme von zehn russischen Staatsangehörigen mit "Geheimdienst-Hintergrund". Alle Festgenommenen hätten Erfahrungen in der Geheimdienstarbeit, sagte eine Sprecherin des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU. Sie würden nun verhört.

(Quelle: S24)

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