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Ultraleichtflugzeug mit zwei Insassen vermisst

Mühldorf, Chiemgau – Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ FK 14 startete Freitagnachmittags zu einem Rundflug vom bayerischen Flughafen Mühldorf-Mössling. Gegen 18 Uhr meldete der Flugleiter des Flughafens die Maschine bei der Polizei als vermisst.

Der 46-jährige Pilot wollte mit seinem 49-jährigen Begleiter am Freitag bei guten Witterungsbedingungen mit seinem Ultraleichtflugzeug vom Typ FK 14 einen Rundflug unternehmen. Dazu starteten sie gegen 15.30 Uhr vom Flughafen Mühldorf Mössling, um gegen 16.20 Uhr wieder zurückzukehren. Ihre Flugroute haben sie jedoch nicht bekannt gegeben. Gegen 18 Uhr unterrichtete der Flugleiter des Flughafens die Einsatzzentral der Polizei, dass die Maschine noch nicht zurückgekehrt sei. Eine Nachschau im gesamten Flughafenbereich nach den Personen verlief negativ – der Hangarstellplatz war leer. Eine Kontaktaufnahme mit den Flugzeuginsassen kam nicht zustande. Das Auto des Begleiters aus Töging stand noch auf dem Parkplatz am Flughafen.

Der Pilot aus Mühldorf besitzt noch ein Schiff auf dem Chiemsee. Die Vermutung lag nahe, dass der 46-jährige das Boot im Rahmen des Fluges seinem Begleiter zeigen wollte. Eine Radarortung der Flugsicherung führte auch in den Bereich zwischen Chieming und Seebruck.

Unmittelbar nach Eingang der Meldung wurde eine Suchaktion in diesem Gebiet eingeleitet, bei der neben einem SAR- und Polizeihubschrauber auch starke Kräfte der Polizei und des Bayrischen Roten Kreuzes mit Suchhunden eingebunden waren. Die Maßnahme musste gegen 21.30 Uhr wegen Dunkelheit und Verschlechterung der Sicht ohne Ergebnis abgebrochen werden.

Am Samstag startete erneut eine groß angelegte Suche nach dem vermissten Flugzeug. Gegen neun Uhr stiegen zwei Polizeihubschrauber in die Luft. Sie werden mit Maschinen der Flugkameraden aus Mössling unterstützt. Weiter wurde die Wasserschutzpolizei aus Prien auf dem Chiemsee aktiviert. Wasserrettungskräfte des Roten Kreuzes und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft gingen in Bereitschaft.

Die Polizei Traunstein vermutet ein Unglück: Augenzeugen aus dem Bereich Chiemsee berichteten von einem lauten Knall und einer Flammensäule. “Bisher wurden keine Wrackteile gefunden”, sagte am Samstagvormittag Fritz Braun, Pressesprecher der Polizei Traunstein. Die Wahrnehmungen über einen möglichen Flugzeugabsturz seien im Eggstädter Seengebiet in der Nähe des Chiemsees gemacht worden.

Dass die beiden Männer ins angrenzende Salzburg geflogen sind, hält Braun für “eher unwahrscheinlich”. Die Bevölkerung wurde gebeten, Wahrnehmungen, die auf einen möglichen Flugzeugabsturz hindeuten, unter der deutschen Telefonnummer 0049/861/98730 oder unter dem Notruf-Nr. 110 an die Einsatzzentrale der Polizei zu berichten.

(Quelle: S24)

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