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USA schicken bis 2017 weitere Zerstörer nach Japan

Hagel bei seinem Treffen mit Onodera Salzburg24
Hagel bei seinem Treffen mit Onodera

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Nordkorea und seinen Nachbarn wollen die USA bis 2017 zwei weitere, mit dem Raketenabwehrsystem Aegis bestückte Zerstörer nach Japan entsenden. Dies teilte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel nach einem Treffen mit seinem japanischen Amtskollegen Itsunori Onodera am Sonntag in Tokio mit.

"Als Antwort auf provozierende und destabilisierende Handlungen vonseiten Pjöngjangs (...) kann ich heute mitteilen, dass die USA planen, zwei weitere mit dem Raketenabwehrsystem Aegis bestückte Schiffe nach Japan zu schicken," so Hagel. Die Zahl der US-Zerstörer vor der Küste Japans wird sich damit auf sieben erhöhen.

Das Verhältnis zwischen Nordkorea und seinen Nachbarn Südkorea und Japan hat sich zuletzt zugespitzt, nachdem Pjöngjang am 26. März zwei Mittelstreckenraketen in Richtung Japan abgefeuert hatte. Diese hatten eine Reichweite von bis zu 1.300 Kilometern und könnten Japan erreichen, stürzten jedoch nach Angaben des südkoreanischen Militärs nach einer Flugstrecke von rund 650 Kilometern ins Meer. Zudem feuerte Nordkorea in den letzten Wochen hunderte Kurzstreckenraketen ab.

Nordkorea reagierte mit den Raketentests auf ein gemeinsames Militärmanöver der USA und Südkoreas, durch das sich Pjöngjang bedroht fühlt. Erst im Oktober hatten die USA verkündet, im japanischen Kyoto ein zweite Radaranlage als Frühwarnsystem zu stationieren. Zudem beschloss die US-Armee, weitere Abfangraketen in Alaska zu installieren. "Diese Schritte werden unsere Fähigkeit, sowohl Japan als auch die USA vor der Bedrohung eines nordkoreanischen Raketenangriffs zu schützen, deutlich verbessern", sagte Hagel. Der Pentagon-Chef war am Samstag zum Auftakt seiner Asienreise zu einem zweitägigen Besuch in Japan eingetroffen.

(Quelle: S24)

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