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Vatikan: Falscher Bischof ist Deutscher

Deutsche Bischofskonferenz nannte Auftreten inakzeptabel. n-tv.de/Screenshot
Deutsche Bischofskonferenz nannte Auftreten inakzeptabel.

Der am Montag beim Eintreffen der Kardinäle im Vatikan aufgetretene falsche Bischof "Basilius" ist ein Deutscher. Es handelt sich um den Berliner Daniel Napierski, der sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als katholischer Würdenträger ausgegeben hat.

Der Sprecher der deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, sagte der Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung: "Herr Napierski ist hier bekannt."

"Verhalten inakzeptabel"

Kopp sagte, Napierski behaupte, katholischer Bischof zu sein. "Dem widersprechen wir: Er wird nicht im 'Annuario Pontificio' geführt, dem Päpstlichen Jahrbuch, in dem alle rechtmäßigen katholischen Bischöfe verzeichnet sind. Daher können wir nicht erkennen, dass er 'in Union mit der katholischen Kirche' steht." Außerdem empfinde er das Verhalten, in dieser Form die Vorbereitungen zum Konklave zu stören, inakzeptabel.

Chef des Ordens "Corpus Dei"

Napierski betreibt und betrieb verschiedene Internetseiten. Darin bezeichnet er sich als Bischof einer Teilkirche der katholischen Kirche. Auf einer Seite gibt sich der Scherzbold als Chef des vermeintlichen katholischen Ordens Corpus Dei aus - eine offensichtliche Anspielung auf den katholischen Bund Opus Dei.

Napierski trug bei seinem Auftritt im Vatikan eine lilafarbenen Schal um die Hüfte und schüttelte bei ihrem Eintreffen vor dem Vatikan Priestern und Kardinälen die Hand. Dabei gab er sich als Mitglied der italienischen Orthodoxen Kirche aus, die aber gar nicht existiert. Die Schweizer Garde eskortierte ihn schließlich hinaus. Im Vatikan hatten am Montag die Vorbereitungen zum Konklave begonnen, also der Kardinalsversammlung, die den neuen Papst wählt.

(APA)

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