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Vergewaltigungsvorwurf: Rücktritt des Dompredigers reicht nicht

Die Plattform "Betroffener Kirchlicher Gewalt" sieht mit dem Rücktritt des verdächtigen Salzburg Dompredigers die Sache noch nicht bereinigt.

"Natürlich ist dies ein Schuldeingeständnis. So wie auch die Zahlung von EUR 50.000 der Klasnic-Kommission an das Opfer ein Schuldeingeständnis war. Offen bleibt jedenfalls die Rolle von Erzbischof Kothgasser. Er hat jahrelang von diesem Fall gewusst und das Verbrechen bis zuletzt verheimlicht. Er hat den Beschuldigten ungeachtet des Leids der Betroffenen verteidigt. Dass Erzbischof Kothgasser nun nicht auch selbst zurücktritt, wirft ein schlechtes Licht auf den moralischen Zustand der römisch-katholischen Kirche", erklärt dazu Sepp Rothwangl, Autor und Mitglied der Plattform "Betroffener Kirchlicher Gewalt".

Ähnlichkeit mit Fall Groer

Der Fall zeigt aber auch, dass sich die kirchliche Vertuschungsstrategie seit Kardinal Groer nicht geändert hat. Damals hat Kardinal Schönborn ebenfalls von den Fällen gewusst: die Berichte der Opfer bezeichnete er aber als "infam" und "haltlos". (http://www.ots.at/redirect/betroffen2 ). Erst Jahre später hat Schönborn auf öffentlichen Druck hin die Schuld Groers eingestanden.

Volksbegehren zur Aufklärung kirchlicher Gewaltverbrechen

Um derartige Vertuschungen und Verdunkelungsversuche zu unterbinden, hat die Plattform "Betroffener Kirchlicher Gewalt" ein Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien mitinitiiert, wo neben der Abschaffung kirchlicher Sonderprivilegien auch eine unabhängige staatliche Kommission zur Aufklärung kirchlicher Gewalt- und Missbrauchsverbrechen gefordert wird.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 19.08.2019 um 10:15 auf https://www.salzburg24.at/archiv/vergewaltigungsvorwurf-ruecktritt-des-dompredigers-reicht-nicht-59183746

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