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Vertrauen in Finanzminister seit 2003 schwankend

Spindelegger bisher nur im negativen Bereich Salzburg24
Spindelegger bisher nur im negativen Bereich

Das Vertrauen der Bevölkerung in die österreichischen Finanzminister schwankt über die Jahre stark. Diesen Schluss lässt der APA/OGM-Vertrauensindex zu, der seit 2003 regelmäßig erhoben wird. Den besten Wert unter den Finanzministern erzielte Josef Pröll, den schlechtesten Maria Fekter. Michael Spindelegger war noch nie im Plus (alle ÖVP), wurde aber erst zweimal in dieser Funktion abgefragt.

Pröll wurde vor allem zu Beginn seiner Amtszeit starkes Vertrauen zuteil. Im März 2009 betrug der Saldo aus den abgefragten Stimmen von "habe Vertrauen/habe kein Vertrauen" (in Prozent) 41 Punkte im Plus. Der ehemalige ÖVP-Chef verlor allerdings kontinuierlich an Zuspruch in der Bevölkerung: Rund zwei Monate vor seinem gesundheitsbedingten Ausscheiden aus der Regierung im April 2011 lag er nur mehr mit sieben Punkten im Plus. Sein schlechtestes Ergebnis fuhr er mit vier Punkten im positiven Saldo kurz davor im Dezember 2010 ein. Die Hypo-Notverstaatlichung Ende 2009 bildet sich nicht signifikant in seinen Werten ab.

Ein ähnlich gutes Ergebnis wie Pröll schaffte nur dessen Vor-Vorgänger Karl-Heinz Grasser (FPÖ, später ÖVP). Im April 2003 kam er auf 36 Punkte im positiven Bereich. Sein schlechtestes Ergebnis lag bei 14 Prozentpunkten im Minus. Grassers Nachfolger Wilhelm Molterer (ÖVP; Finanzminister 20007/2008) erreichte als bestes Ergebnis ein Plus von 18 Punkten - gleich zu Beginn seiner Amtszeit im Finanzressort. Sein schlechtestes Ergebnis waren zwölf Punkte im Minus am Ende seiner Amtszeit.

Von solchen Werten wie ihre Vorgänger nur träumen konnte Ex-Finanzministerin Fekter. Die jetzige Kultursprecherin der ÖVP lag stets im Minus-Bereich, ihr bestes Ergebnis war ein negatives Saldo von vier Punkten im Mai 2011, knapp nach ihrem Amtsantritt. Das schwächste Ergebnis fuhr sie dann im Februar 2012 mit minus 26 Punkten ein; die Werte wurden im Laufe ihrer Amtszeit nicht wesentlich besser, bei der letzten Abfrage (September 2013) lag Fekter mit 22 Punkten im "Vertrauens-Minus".

Ebenfalls noch nie im Plus war der aktuelle ÖVP-Chef und Vizekanzler Spindelegger seit seinem Wechsel ins Finanzressort; allerdings gab es erst zwei Umfragen seit seinem Antritt als Herr über die Finanzen. Während er im Dezember mit elf Punkten im Vertrauens-Minus lag, rutschte der Vizenkanzler im Februar dieses Jahres auf minus 19 Punkte.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 09.03.2021 um 12:10 auf https://www.salzburg24.at/archiv/vertrauen-in-finanzminister-seit-2003-schwankend-44948893

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