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Viele Fragezeichen beim SCR Altach

Altach - Noch ist unklar, ob Edi Stöhr auch kommende Saison Trainer der Cashpoint-Elf ist.

Noch immer drückt das Nichterreichen des anvisierten Meistertitels auf das Stimmungsbarometer beim Cashpoint SCR Altach. Übrig geblieben sind vier Spieltage vor dem Meisterschaftsende mehr Fragezeichen als Antworten. Letztere soll es nach der Vorstandssitzung geben. Auf dem Tagesprogramm werden da laut Geschäftsführer Christoph Längle neben der künftigen Ausrichtung, konkret Vereinsphilosophie und Botschaft nach außen, auch wichtige Personalentscheidungen wie Trainer und Spieler stehen. Mit konkreten Antworten rechnet er Mitte, Ende nächster Woche. Was die Gerüchte rund um den Eineinhalbjahresvertrag von Trainer Edi Stöhr betrifft, wollte Längle nicht konkret eingehen. „Aus heutiger Sicht ist Edi Stöhr sicherlich der erste Ansprechpartner für uns“, so Längle. Ein Bekenntnis zum Trainer sieht sicherlich anders aus. Zumal es laut dem SCRA-Geschäftsführer, aus Sicht eines jeden Klubs, nur nachvollziehbar sei, sich in Sachen Vertrag Möglichkeiten offenzulassen.

Sadovic wird wohl gehen

Auch bezüglich Spieler will man in Altach noch abwarten. Anzunehmen ist jedoch, dass mit Mirnel Sadovic (27), dessen Vertrag im Sommer abläuft, nicht verlängert wird. Allerdings stehen die Gespräche mit den Spielern noch bevor. Generell soll die Personalpolitik jedoch eine Änderung erfahren. „Es werden sicher jüngere Spieler dazukommen.“ Jung, hungrig, laufstark, gepaart mit Lenker und Denker – so stellt sich der Klub das vor. Identifikationsfigur ist Martin Kobras, auch wenn sich der 25-jährige Torhüter dank seiner Leistungen für andere Klubs ins Blickfeld gespielt hat. „Wenn es sein Wunsch ist und der Preis stimmt, dann können wir ihm nichts in den Weg legen“, kann Längle auch bei Kobras, dessen Vertrag bis 2015 läuft, nichts ausschließen.

Tomi zum SV Grödig?

Erste Gerüchte über einen Weggang gibt es auch um Tomi. Der Stürmer aus Spanien würde dem SV Grödig und dessen Neo-Trainer Adi Hütter gut ins Konzept passen, allerdings ist der 27-Jährige vertraglich noch ein Jahr an Altach gebunden. „Für mich ist das neu und ich habe diesbezüglich auch nichts gehört“, so Längle. Generell sei es aber so, dass auf den Verein in den nächsten Wochen mehr Arbeit zukommen werde als beim Gewinn des Meistertitels.

Kein Rekordbudget mehr

Für den Verein sei die Situation jedoch nicht neu, sei man doch vor Jahren als „Nummer vier in Vorarlberg zur Nummer eins aufgestiegen“. Auch der sportliche Erfolg der Lustenauer Austria sei für Altach „keine Bremse“. „Fußball ist Wettbewerb, und in der Tabelle stehen wir derzeit hinter der Austria. Zu einem Verein gehört aber mehr als nur der sportliche Teil“, so Längle. Fix ist für den Geschäftsführer, dass das Rekordbudget der laufenden Saison nicht mehr erreicht werden kann. Auf die Frage nach konkreten Zahlen verwies er erneut auf die Vorstandssitzung am Freitag. „Es wird mit Sicherheit konkurrenzfähig“, betont Längle und nimmt bewusst aufkeimenden Ängsten bezüglich einer wirtschaftlichen Schlagseite den Wind aus den Segeln. „Seitens des Vereins haben wir heuer alles in die Waagschale geworfen. Vielleicht waren deshalb die Erwartungen zu groß. Diesen Druck werden wir sicherlich nicht mehr aufbauen.“ Altach werde die kommende Saison nicht als „Top-Favorit“ starten, dennoch „wollen wir wieder um den Aufstieg mitspielen“. Dafür aber braucht es eine funktionierende Mannschaft – und einen Trainer. Und Antworten auf diese Fragen will der Klub deshalb schon sehr bald liefern.
(Quelle: S24)

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