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Vier Jahre für rumänischen Ex-Wirtschaftsminister

Der ehemalige rumänische Wirtschaftsminister Codrut Seres ist am Montag in der Korruptionsaffäre um das staatliche Elektrizitätswerk Hidroelectrica zu vier Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig und kann noch beim Obersten Gerichtshof angefochten werden. Fünf Ex-Führungsmitglieder von Hidroelectrica erhielten ebenfalls vier- bis fünfjährige Haftstrafen.

Seres wurde der Komplizenschaft in Form von Amtsmissbrauch für schuldig befunden. Im Anklagepunkt Aufbau eines kriminellen Netzwerks wurde er freigesprochen. Laut Anklage, die bei der Verfahrenseröffnung im September 2011 auf Unterminierung der Volkswirtschaft lautete, verheimlichte Seres illegale Aktivitäten von Hidroelectrica und verursachte dem Staat dadurch einen Schaden von umgerechnet etwa 113,4 Millionen Euro.

Hidroelectrica schloss mit bestimmten Käufern Sonderverträge zu stark unterbewerteten Preisen ab. So wurden sie gegenüber anderen Kunden deutlich begünstigt. Zugleich entstand dem Unternehmen ein Schaden. Die Machenschaften führten u.a. dazu, dass das Unternehmen zeitweise sogar unfähig war, die für die Sicherheit der landesweiten Stromversorgung notwendige Reserve zu sichern.

"Ich kann mich nicht für etwas schuldig bekennen, was ich nicht getan habe", beteuerte Seres weiterhin seine Unschuld.

(Quelle: S24)

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