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Vier Pfoten: Anzeige wegen Tierquälerei bei Schweinetransport

Tierschützer entdeckten zufällig auf der Westautobahn einen Tiertransporter mit verletzten, blutigen Schweinen. Vier Pfoten erstatteten Anzeige.

Auf der Westautobahn ab Linz entdeckten Tierschützer einen Transporter mit deutschem Kennzeichen, der offensichtlich Schweine an Bord hatte. Bei einem Tankstopp gelang es ihnen, einen Blick in den Wagen zu werfen, in dem sich ein schockierender Anblick bot: Die Schweine wirkten nicht nur stark vernachlässigt, sondern hatten auch zahlreiche blutige Verletzungen. Die Tierschützer fotografierten die Tiere und informierten dieTierschutzorganisationVier Pfoten, der daraufhin gegen den bayrischen Betrieb Strafanzeige wegen Tierquälerei erstattete.

Vier Pfoten wollen Leid bei Tiertransporten lindern

Die gequälten Tiere wurden in dem dreistöckigen Transporter unter sehr beengten Verhältnissen befördert. Laut EU-Verordnung sind auf solchen Transporten fünf erwachsene Schweine pro zwei Quadratmetern erlaubt. Doch dieser ohnehin schon knapp bemessene Platz wird oftmals noch stärker beladen. Zusätzlich zur Überladung ist auf Tiertransporten oft auch die mangelnde Versorgung der Tiere problematisch, die stundenlang ohne Wasser und Futter eingepfercht sind, so Vier Pfoten.

Die Tierschutzorganisation befürchtet, dass das Fleisch der misshandelten Schweine nun als ?österreichische Qualität? in die Geschäfte gelangen könnte. Vier Pfoten fordert mehr Bewusstsein für Tierleid auf Transporten und setzen sich für verstärkte Kontrollen und eine Beschränkung von Langstrecken-Tiertransporten auf maximal acht Stunden ein.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.02.2021 um 07:37 auf https://www.salzburg24.at/archiv/vier-pfoten-anzeige-wegen-tierquaelerei-bei-schweinetransport-59271775

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