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Viveiros: "Salzburger spielen Theater"

“Das war der wichtigste Sieg dieser Saison, der allerwichtigste steht aber noch aus”, meinte KAC-Kapitän David Schuller nach dem 3:0 am Dienstagabend gegen Titelverteidiger Red Bull Salzburg.

Die Kärntner führen in der “best-of-seven”-Serie 3:2, bereits am Donnerstag (19.15 Uhr/live Premiere Austria) könnte in Salzburg die Entscheidung fallen.

Der KAC hatte mit Travis Scott einen herausragenden Schlussmann, zeigte in Spiel 5 aber ohne die weiter verletzten ehemaligen NHL-Spieler Christoph Brandner und Jeff Shantz auch große Moral und verdiente sich dadurch auch das Glück des Tüchtigen, denn spielerisch gaben klar die Gäste aus Salzburg (u.a. drei Lattentreffer) den Ton an. Aufreger des Abends war in der ausverkauften Halle ein Check von Gregor Hager, der Daniel Welser (konnte nicht mehr weiterspielen) von hinten in die Bande beförderte.

Head-Schiedsrichter Alfred Hascher schickte daraufhin Hager, der in der Finalserie schon fünf Tore erzielte, mit einer Matchstrafe unter die Dusche und brachte damit die KAC-Fans zum Ausrasten. Das erste Drittel wurde vorzeitig abgebrochen, der KAC hat gegen die Entscheidung nach der Partie bereits Protest bei der Liga eingelegt.

KAC-Coach Emanuel Viveiros (“Ich hoffe, Welser hat sich nicht verletzt”) ärgerte sich nach der Schlusssirene ganz allgemein über die Art des Salzburger Eishockeys. “Es ist unglaublich, wie viel Theater diese Millionentruppe spielt. Dadurch weiß kein Mensch mehr, ob es wirklich ein Check war oder nicht. Das ist eine Frechheit”, so Viveiros, der “Schwalben” im Eishockey für fehl am Platz hält.

Trotz des Sieges forderte Viveiros für Donnerstag: “Wir müssen besser spielen und weniger Strafen kassieren.” Sein Salzburger Gegenüber Pierre Page vermisst in Österreichs Liga in vielen Phasen den Respekt zwischen den Spielern. “Das ist in Deutschland oder der Schweiz ganz anders”, sagte er.

Page trauert noch immer Spiel 4 nach, in dem die Salzburger vergangenen Sonntag daheim 1:4 unterlagen und somit die Chance auf eine 3:1-Führung in der Serie verpassten. “Das war unsere schlechteste Saisonleistung und dafür zahlen wir jetzt den Preis.” Der Cheftrainer wünscht sich, dass seine Truppe am Donnerstag “mit Stolz” auftrete. “Wir müssen an uns glauben, dann ist Spiel sieben möglich. Und solche Aufgaben mag ich.”

(Quelle: S24)

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