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Von Waggon überrollt: ÖBB-Bediensteter in Salzburg gestorben

Tödlicher Arbeitsunfall am Bahnhof Gnigl in der Stadt Salzburg: Am Donnerstag­abend gegen 21.35 Uhr ist ein 46-jähriger ÖBB-Bediensteter bei Verschubarbeiten mit dem rechten Bein unter ein Rad eines Güterwaggons geraten.

Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle, Reanimationsversuche durch den Notarzt blieben erfolglos, berichtete die Sicherheitsdirektion Salzburg. Als Todesursache wurde ein Polytrauma festgestellt, hieß es. 

Bei den ÖBB in Salzburg ist man sehr betroffen über den Tod des 46-jährigen Beschäftigten. "Wie es genau zu dem Unfall kam, konnten wir bisher nicht klären. Es gibt keine Zeugen", sagte Rene Zumtobel, Pressesprecher der ÖBB in Salzburg, zur APA.

Zum Unfallzeitpunkt hatten fünf Mitarbeiter in der Verschubpartie am Bahnhof Gnigl Dienst. "Der Mann konnte nach dem Unfall noch einen Funkspruch abgeben und seine Kollegen informieren", berichtete Zumtobel. Diese verständigten sofort den Notarzt. Doch für den Mitarbeiter kam jede Hilfe zu spät. Nach dem Unfall wurden die Mitarbeiter der Partie von der Krisenintervention betreut und vom Dienst abgelöst.

Arbeit im Verschub erfordert höchste Konzentration
"Die Arbeit im Verschub erfordert höchste Konzentration und ist sehr anstrengend", sagte Zumtobel: "Der Arbeitsplatz sind die Gleise, die Waggons und Lokomotiven. Da bleibt leider immer ein Restrisiko." Zu größeren Behinderungen im Zugsverkehr führte der Arbeitsunfall nicht.

Verspätungen und Schienenersatzverkehr verursachte hingegen der Riss einer Oberleitung am Freitag. Zwischen fünf und acht Uhr früh konnten durch den Zwischenfall die durchgehenden Gleise am Bahnhof Salzburg nicht angefahren werden, sagte Zumtobel. Gegen 8 Uhr war der Schaden behoben und der Zugsverkehr normalisierte sich rasch. (APA)

(Quelle: S24)

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