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Vorgestellt: Lacrosse in Salzburg

In den USA Kult, bei uns unbekannt. Am Pfingstmontag spielte auf der Sportanlage in Gnigl das österreichische Lacrosse-Frauennationalteam gegen die Auswahl einer amerikanischen Universität. Die Erkenntnis war bitter.

Es ist wahrlich kein Sport für Weicheier.Harte Körperkontakte, schnelle Spielzüge und präzise Pässe gehören zu Lacrosse wie das Amen im Gebet. Um diese vor allen in den USA und Australien populäre Sportart auch dem Salzburger Publikum schmackhaft zu machen, trafen am Pfingstmontag das österreichische Frauennationalteam auf eine Auswahl der Vanderbilt Universität aus Tennesee.

Den Akteuren der Teams ist es geraten, Schienbein- und Ellenbogenschützer, sowie einen Mundschutz und robuste Brillen zu tragen, um Verletzungen in diesen Bereichen zu vermeiden. Die Herren müssen bei Turnieren zusätzlich mit einem Helm spielen. Ursprünglich ist Lacrosse ein Sport der Indianer an der der Ostküste Amerikas.

Das Spielgerät, der Stick, erinnert ein wenig an einen Bischofsstab. Am Ende des Schafts, der entweder aus Aluminium, Kohlefaser, Titan oder Holz besteht, ist ein Netz montiert. Damit versuchen die Spielerinnen den 150 Gramm schweren Hartgummiball zu fangen, zu passen und ins Tor zu befördern. Das gelingt in den ersten Minuten der Partie vor allem den Studentinnen aus den Vereinigten Staaten. Immer wieder muss die Torfrau der Österreicherinnen hinter sich greifen und den Ball aus dem Netz fischen. Erste Unstimmigkeiten unter den Spielerinnen kommen auf. „Wir müssen härter angreifen. Deckt die Nummer elf endlich besser“, ruft eine Verteidigerin ihren Mitstreiterinnen zu.  Es scheint zu wirken. In der Folge können sich die Österreicherinnen vom aggressiven Spiel der Amerikanerinnen befreien. Es gelingt das erste Tor.

Am Seitenrand verfolgt Arthur Arh das Geschehen. Der Vorsitzende des Salzburger Lacrosse Vereins „Salzburg Lacrosse Arizona“, ist mit der Leistung der Österreicherinnen zufrieden. „In den USA hat diese Sportart einen ganz anderen Stellenwert als bei uns. Dort gibt es 150.000 Spieler. Auf den Colleges wird Lacrosse unter professionellen Bedingungen betrieben. Bei uns ist es nur ein Hobby“, erklärt der 42-Jährige.

In der zweiten Hälfte dominieren die Amerikanerinnen das Geschehen weiterhin nach Belieben. Das kann auch der einsetzende Regen nicht verhindern. Am Ende steht es 16:4 für die Studentinnen aus Tennesee. „Es ist zwar bitter, aber mit so einem Ergebnis habe ich gerechnet“, sagt Arh. Am 17. Juni beginnen die Weltmeisterschaften in Prag. Dann werden die Österreicherinnen, bei denen mit Maria Auzinger auch eine Salzburgerin dabei ist, in einem Pool mit Nationen wie Ungarn, Norwegen und Finnland um Siege kämpfen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 11:11 auf https://www.salzburg24.at/archiv/vorgestellt-lacrosse-in-salzburg-59620819

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