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Vorwürfe gegen Kinderheim: 13-Jährige flüchtet aus Spital

Ein 13-jähriges Mädchen, das schwere Vorwürfe gegen ein Kinderheim im oberösterreichischen Salzkammergut erhebt, ist am Montagabend aus der Linzer Landesnervenklinik Wagner Jauregg ausgerissen.

Am Dienstagvormittag stand die 13-Jährige mit einer Freundin vor der Tür des "Life Radios" in Linz, berichtete der Sender. Sie will zu ihrer Mutter. Die Polizei brachte sie am Dienstag zurück ins Spital, in dem sie nach einer Selbstmorddrohung behandelt wird.

Wurde 13-Jährige im Kinderheim misshandelt?

Die 13-Jährige hatte erklärt, sie und ihre drei in dem Kinderheim untergebrachten Geschwister seien dort misshandelt und mit fragwürdigen Methoden gemaßregelt worden. Unter anderem würden sie von den Betreuern "fertiggemacht" und "unter Druck gesetzt". Das Mädchen sowie ein Bruder waren 2009 vom Freund der Mutter sexuell missbraucht worden. Der Mann wurde daraufhin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er seither verbüßt. Die Kinder kamen nach einem seelischen Zusammenbruch ihrer Mutter in die Einrichtung. Die Heimleitung wies die Vorwürfe entschieden zurück.

„Als keiner da gewesen ist, sind wir davongelaufen“

Im Radio erzählte die 13-Jährige die Geschichte ihrer Flucht aus der Klinik. Ihre Freundin und sie hätten beim Tischtennisspielen am Montagabend gewartet, bis kein Betreuer zu sehen gewesen sei, und seien daraufhin davongelaufen. Die Nacht hätten sie im Freien in einem Park verbracht, so das Mädchen. Mittlerweile habe die Polizei sie zurück ins Spital gebracht, berichtete das Radio. Die Exekutive ermittelt wegen der Vorwürfe gegen das Heim. Auch die Jugendwohlfahrt des Landes leitete eine Überprüfung der Anschuldigungen ein. (APA)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 10:00 auf https://www.salzburg24.at/archiv/vorwuerfe-gegen-kinderheim-13-jaehrige-fluechtet-aus-spital-59335339

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