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Wanderer geborgen

Marktschellenberg, Bayern – Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg haben am Sonntagnachmittag einen 50-jährigen Bergwanderer mit einer schweren Knieverletzung vom Stöhrhaus gerettet.

Der Mann aus dem Raum Rosenheim war beim Wandern am Untersberg gestürzt und konnte verletzungsbedingt nicht mehr selbständig absteigen.

Gegen 14.30 Uhr traf ein Wanderer am Stöhrhaus ein und berichtete, dass rund fünf Gehminuten vom Haus entfernt in Richtung des Berchtesgadener Hochthrons ein Mann mit einer Knieverletzung am Wegrand sitzt. Zwei Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg, die sich zu diesem Zeitpunkt privat auf einer Bergtour befanden, übernahmen sofort die medizinische Erstversorgung des Verletzten und forderten bei der BRK-Rettungsleitstelle in Traunstein einen Hubschrauber zum Abtransport an.

Aufgrund von Nebel und dichten Wolken konnten die Rettungs- beziehungsweise Notarzthubschrauber aus Traunstein und Salzburg den Einsatz nicht übernehmen. Die daraufhin angeforderte SAR-Maschine der Bundeswehr aus Landsberg musste ebenfalls wetterbedingt ihren Anflug abbrechen. Daraufhin wurde der Notarzthubschrauber „Alpin Heli 6“ aus Zell am See angefordert. Da nicht sichergestellt werden konnte, dass die Besatzung die Einsatzstelle von Zell am See aus erreicht, schickte der Bergwacht-Einsatzleiter zeitgleich eine Einsatzmannschaft der Bergwacht Marktschellenberg zu Fuß zum Unfallort los.

Zur Unterstützung wurde auch ein geländegängiges Spezialfahrzeug (Haflinger) der Bergwacht Berchtesgaden angefordert. Dank einiger Wolkenlücken konnte die Besatzung von „Alpin Heli 6“ aber sicher am Stöhrhaus landen und den Patienten übernehmen. Da ein Transport in ein nahegelegenes Krankenhaus aufgrund der dichten Wolkendecke über den Berchtesgadener und Reichenhaller Tälern nicht möglich war, wurde der Patient zum Rossfeldgipfel geflogen und dort dem Landrettungsdienst des Roten Kreuzes zum Weitertransport ins Klinikum Vogtareuth übergeben. „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen blieb dem Patienten und den Einsatzkräften ein mehrstündiger, bodengebundener Abtransport durch schwieriges Gelände erspart“, freut sich Bergwacht-Einsatzleiter Thomas Illig. Neben neun Einsatzkräften der Bergwacht Marktschellenberg waren die Bergwacht Berchtesgaden und eine Streife der Polizeiinspektion Berchtesgaden rund eineinhalb Stunden lang im Einsatz.

(Quelle: Bayrisches Rotes Kreuz)

(Quelle: S24)

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