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Wanderer versinkt auf Skiabfahrt bis zum Hals

Schönau a. K., Lkr. Berchtesgadener Land – Am vergangenen Samstag erhielt die Rettungsleitstelle Traunstein einen Notruf von einem Wanderer, dass auf der Jennerskiabfahrt in Schönau am Königssee unterhalb der Mittelstation eine Person bis zum Hals im Schlamm steckt und nicht mehr herauskommt.

Die alarmierten Einsatzkräfte von Bergwacht Berchtesgaden, Freiwilliger Feuerwehr Königssee und Polizei machten sich daraufhin sofort auf den Weg in Richtung Jenner Mittelstation. Ebenfalls angefordert wurde der Polizeihubschrauber mit Windeneinrichtung.

Ein 83-jähriger Wanderer aus Schönau am Königssee war verbotenerweise auf der Skiabfahrt, die zurzeit wegen Bauarbeiten gesperrt ist, bergab gegangen. Durch die Baumaßnahmen und Regenfälle der letzten Tage ist die Skiabfahrt zur Zeit nicht begehbar. Er versank unverhofft bis zu den Knien in einem Schlammloch und in weiterer Folge versank er immer tiefer. Letztendlich war er bis zum Hals mit Schlamm umgeben.

Er rief um Hilfe, was aber normalerweise dort niemand gehört hätte, wenn nicht zufällig ein 74-jähriger Wanderer ebenfalls aus Schönau die Skiabfahrt nach oben gegangen wäre und diese Hilferufe gehört hätte. Dieser Wanderer hielt den Versunkenen fest und setzte einen Notruf ab. Ein Arbeiter der Jennerbahn und weitere Wanderer halfen dann beim Unfallort und schafften es mit vereinten Kräften, den Eingesunkenen aus dem Schlamm zu ziehen.

Kurz darauf waren die ersten Einsatzkräfte der Bergwacht vor Ort. Der stark unterkühlte Mann wurde behandelt und anschließend durch den Polizeihubschrauber Edelweiß 5 geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr Königssee war mit 23 Mann im Einsatz und die Bergwacht war mit zehn Helfern am Einsatz beteiligt. Der Unfall wurde durch einen Polizeibergführer der Polizei Berchtesgaden aufgenommen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.09.2019 um 11:48 auf https://www.salzburg24.at/archiv/wanderer-versinkt-auf-skiabfahrt-bis-zum-hals-59604817

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