Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Welt-Krebs-Tag: Mammografie-Programm-Beispiel in Salzburg

Ein Beispiel für ein flächendeckendes Mammografie-Programm in Österreich gibt es in Salzburg seit Jänner 2008. Ärztekammer, Gebietskrankenkasse und “kleine Kassen” zogen hier an einem Strang. Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden zur Untersuchung eingeladen.

Bis Jänner 2008 hatte es auch in Salzburg nur “Graues” Mammografie-Screening gegeben. Wer zur Untersuchung ging, wurde auch untersucht, wer nicht auftauchte, eben nicht. Wie Walter Arnberger, Ärztekammer-Vizepräsident, dazu gegenüber einer Ärztezeitschrift erklärte, setzte man in Salzburg auf höchste Qualität – und unter Einbindung der niedergelassenen Radiologen auf ein möglichst wohnortnahes Screening, bei dem die Frauen individuell den Arzt aussuchen können. Arnberger erklärte im Frühjahr 2008: “Unser Projekt wurde so gemacht, dass wir die Mammografie allen Frauen anbieten, aber gerade diejenigen, die bisher nicht zu den Untersuchungen gegangen sind, sollen angesprochen werden.”

Die technischen und organisatorischen Anforderungen: Qualitätsgeprüfte Geräte, ausgebildetes Personal, Zweitbefundung (teilweise auch Drittbefundung), Erinnerungsschreiben, sollte eine eingeladene Frau nicht binnen zehn Wochen nach der Ersteinladung nicht zur Mammografie gehen. 50-bis 59-Jährige werden alle 18 Monate angeschrieben, die 60-bis 69-Jährigen alle zwei Jahre.

Neben neun niedergelassenen Radiologen gibt es zwei Assessment-Zentren (am KH Schwarzach und an der Klinik in Salzburg). Die Beteiligung an regelmäßigen Mammografie-Untersuchungen soll von 40 Prozent der infrage kommenden Frauen auf 70 Prozent angehoben werden. Die SGKK rechnete mit einer Steigerung der eigenen Kosten von jährlich rund zwei auf 2,6 Mio. Euro.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.05.2021 um 09:10 auf https://www.salzburg24.at/archiv/welt-krebs-tag-mammografie-programm-beispiel-in-salzburg-59614054

Kommentare

Mehr zum Thema