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Weltverbessern mit Weckerln

Salzburg – Sesam auf der einen, Mohn auf der anderen Seite: Mit dem schwarz-weißen Afrikaweckerl unterstützt die Bäckerei Flöckner in der Stadt Salzburg die Augustsammlung der Caritas. Salzburg24 weiß, wie’s schmeckt. 

Ein helles Laugenweckerl, mit Sesam und Mohn bestreut, hatte am Freitag seinen ganz großen Auftritt. Ganz zu Recht, hilft es doch der Caritas, Spenden zu sammeln: Einen Euro kostet das Weckerl – und 20 Cent gehen an die Augustsammlung der Caritas Salzburg. Caroline Flöckner, Geschäftsführerin der Flöckner Bäckereien, war sofort begeistert von der Idee: “Wir haben gleich gewusst, da machen wir mit.” Nicht zuletzt hofft Caroline Flöckner auch, dass ihre Kunden dadurch eine gute Meinung von ihrem Betrieb haben. “Wir haben früher auch schon Licht ins Dunkel unterstützt, das ist eine gute Sache”, findet Flöckner. 6000 bis 7000 Kunden kommen täglich die Flöckner-Filialen. “Da sollten schon zwei- bis dreitausend Euro zusammen kommen”, hofft Hans Kreuzeder, Direktor der Caritas Salzburg. Insgesamt kommen bei der Augustsammlung der Caritas in Salzburg jedes Jahr 300.000 Euro zusammen. In ganz Österreich sind es 3,6 Millionen Euro. Große Zahlen, die jedoch insgesamt nur einen kleinen Teil des Caritas-Budgets ausmachen. “Die Caritas Salzburg steckt etwa eine Million Euro in Auslandshilfe, aber 22 Millionen in die Inlandshilfe”, informiert Kreuzeder. Das sei aber der Bevölkerung gar nicht so bewusst: “Wir kriegen oft zu hören, dass wir eh nur im Ausland helfen”, sagt Kreuzeder, “wahrscheinlich weil es für diese Projekte mehr Aufsehen gibt.” Mit der Augustsammlung der Caritas werden Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika unterstützt. Die Akfrikaweckerl zum Beispiel kommen Straßenkindern in Ägypten, genauer gesagt in Alexandria zu Gute. Eine Million Straßenkinder sind dort in der Gesellschaft ganz unten angelangt – doch sie haben Brigitte Trnka als Schirmherrin und Patin. “Es ist zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber wenn viele Tropfen auf einen heißen Stein fallen, ist er irgendwann nicht mehr so heiß”, beschreibt sie ihre Motivation. In Ägypten gibt es keine Infrastruktur für obdachlose Menschen. Kinder haben es besonders schwer, sie werden oft zu Opfern von Gewalt, sind medizinisch nicht versorgt und können weder lesen noch schreiben. In Tageszentren und Wohngemeinschaften werden bereits Straßenjungen unterstützt. Ein Zentrum für Straßenmädchen muss erst aufgebaut werden – “die kulturellen Normen erfordern eine strenge Geschlechtertrennung”, sagt Trnka. Wer nicht so auf Weckerl stehen sollte, kann trotzdem mit einer Spende helfen; Raiffeisenverband Salzburg, BLZ 35.000, Konto-Nr. 41.533; oder online unter www.caritas-salzburg.at; Kennwort: Straßenkinderkp 

(Quelle: S24)

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