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Wieder flüchteten Hunderte in die Exklave Melilla

Spanien will Grenzanlagen ausbauen Salzburg24
Spanien will Grenzanlagen ausbauen

Mehrere hundert afrikanische Flüchtlinge haben erneut versucht, von Marokko aus die Grenze zur spanischen Exklave Melilla zu überwinden. Bei der mehrfach versuchten Stürmung der Grenzanlage seien seit Montag 30 Menschen verletzt und mehr als 250 Migranten verhaftet worden, so das marokkanische Innenministerium. Spanischen Medien zufolge handelte es sich um den größten Ansturm seit mehreren Jahren.

Allein am Dienstag versuchten laut dem marokkanischen Innenministerium rund 600 Flüchtlinge, die stark gesicherten Grenzanlagen zu überwinden. Nach spanischen Angaben gelang etwa 500 von ihnen die Überwindung der Sperren. Offiziellen Angaben zufolge mussten 28 Flüchtlinge anschließend wegen Verletzungen behandelt werden, die sie vom Stacheldraht davongetragen hatten. Auch fünf Polizisten wurden verletzt, weil die Migranten mit Steinen auf sie geworfen hatten.

Die an Marokko grenzenden spanischen Mittelmeer-Exklaven Melilla und Ceuta erleben seit Wochen Massenanstürme, nachdem Spaniens Regierung ihren Sicherheitskräften den Einsatz von Gummigeschossen verboten hatte. Die beiden Gebiete haben die einzigen Landgrenzen zwischen Afrika und der Europäischen Union, wo sich viele afrikanische Migranten ein besseres Leben erhoffen. Während Flüchtlinge in Melilla zuletzt immer wieder versuchten, über einen sieben Meter hohen Zaun zu gelangen, richten sich die Versuche in Ceuta vor allem auf den Grenzübergang und den Strand. Bei einer dieser Aktionen waren Anfang Februar mindestens 15 Flüchtlinge im Meer ertrunken.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.02.2021 um 07:42 auf https://www.salzburg24.at/archiv/wieder-fluechteten-hunderte-in-die-exklave-melilla-44973235

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