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Wirtschaftlicher Effekt des Salzburger Adventsingens 19,1 Mio. Euro

Das Salzburger Adventsingen hat es in seinem 63-jährigen Bestehen zur zweitgrößten Kulturveranstaltung in Salzburg gebracht. Eine aktuelle Besucheranalyse der Salzburger Wirtschaftskammer im Jahr 2008 errechnete die ökonomische Bedeutung der 17 Aufführungen, die insgesamt rund 37.000 Zuseher ins Große Festspielhaus locken.

“Der gesamtwirtschaftliche Effekt beträgt 19,1 Millionen Euro”, referierte Studienautor Bernd Gaubinger am Donnerstag bei der Präsentation. Von der Wirtschaftskrise ist die beliebte Veranstaltung bisher verschont geblieben.

Der Run auf das Adventsingen – es feiert nächstes Jahr sein 50. Jubiläum im Festspielhaus – ist ungebrochen, auch wenn sich der Trend zu immer kurzfristigeren Kartenbestellungen auch heuer fortsetzt. “80 Prozent der Karten sind definitiv verkauft. Wir liegen gleich auf wie im Jahr davor. Von der Wirtschaftskrise spüren wir noch nichts”, sagte der Leiter der Veranstaltung, Hans Köhl vom Salzburger Heimatwerk.

Für 83 Prozent der Zuseher ist die mittlerweile jedes Jahr neu inszenierte Weihnachtsgeschichte der Hauptgrund, warum sie nach Salzburger kommen. Der Stammkundenanteil hat sich auf 30 Prozent erhöht. “Jeder zehnte Besucher war mindestens zehnmal hier”, hob Gaubinger, Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer, hervor.

Die Hälfte der Besucher nächtigt auch in Salzburg. Fast 90 Prozent davon sorgen für 33.000 Nächtigungen in Beherbergungsbetrieben – was immerhin knapp 15 Prozent der Übernachtungen im November und Dezember in der Stadt und den Randgemeinden ausmacht.

Der Besucher des Adventsingens bleibt länger als der herkömmliche Städtetourist und gibt auch mehr Geld aus. Seine durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 3,3 statt 1,8 Tage. Seine Tagesausgabensumme wurde mit 170 Euro statt 148 Euro beziffert. Mehr als 43 Prozent der Befragten besuchen auch andere Adventveranstaltungen. Das ist ein weiteres Ergebnis der Umfrage an 6.000 Personen per Fragebögen, wovon 1.390 ausgewertet wurden.

Der direkte Wirtschaftseffekt des Adventsingens in der Höhe von 10,6 Mio. Euro führt im Sinne der Umwegrentabilität zu indirekten Wirkungen von rund achteinhalb Mio. Euro. Von den 19,1 Mio. Euro gesamtwirtschaftlichen Produktions- bzw. Umsatzeffekten – daraus ergeben sich 150 Arbeitsplätze – fließen etwa vier Fünftel der Salzburger Wirtschaft zu. Die Abgabenleistung des Veranstalters wurde auf 2,4 Mio. Euro geschätzt. “Die Basis unseres ökonomischen Erfolges ist aber die künstlerische Arbeit”, erinnerte Köhl. Die Veranstaltung ist auch bisher ohne öffentliche Förderung ausgekommen.

Der Advent hat sich zu einer neuen, zweiten touristischen Hochsaison in Salzburg entwickelt, betonte Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH. In den vergangenen sieben Jahren legten die Nächtigungen im November um 50 Prozent auf 140.000, im Dezember um mehr als 30 Prozent auf 190.000 zu.

(Quelle: S24)

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