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Wissenschaftspreis verliehen

Bundesministerin Claudia Schmied überreichte den Wissenschaftspreis für kindgemäße Pädagogik an Christian Bertsch und Ulrike Unterbruner von der Uni Salzburg.

In seiner Dissertation “Forschend-begründendes Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht” evaluierte Christian Bertsch Unterricht zur Fotosynthese mit Volksschul-Kindern. Er konnte zeigen, dass naturwissenschaftliches Grundverständnis mittels selbstständiger Experimente und Beobachtungen gefördert werden kann.

“Auch fünf Monate nach dem Projektunterricht konnten die Kinder noch genau beschreiben, was sie bei den jeweiligen Experimenten gemacht und rausgefunden haben!” Entscheidend für die Förderung biologischen Grundverständnisses war eine Kombination von hands-on und minds-on-Phasen: die Kinder experimentierten nicht nur, sondern wurden ermuntert, Schlüsse aus den beim Experimentieren beobachteten Phänomene zu ziehen und diese gemeinsam zu diskutieren und zu reflektieren. Der erste Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Den zweiten Preis erhielten Franz Eberhart und Martin Weichbold für ihre Dissertation “Freie Alternativschulen in Österreich”. 128 AbsolventInnen Freier Alternativschulen wurden zu Schulzeit, Umstieg und persönlichen Werten befragt. Das Ergebnis ist eine außergewöhnliche Zufriedenheit mit den Erfahrungen der Schulzeit. Gruppenerfahrungen, Beziehungen zu den Lehrpersonen und die Lernorganisation wurden sehr positiv erlebt. Trotz Umstiegsproblemen haben 76 Prozent Matura gemacht oder streben diese an.

Naturwissenschaftliches Interesse und die Freude am Lernen stehen im Mittelpunkt des Wissenschaftspreises für kindgemäße Pädagogik 2009. Die Köck Privatstiftung dotiert diesen Preis jährlich mit € 20.000,- und will damit einen Beitrag für die Bildungsreform leisten. Die Hochschulinstitute als Betreuer der Arbeiten sind dabei zu 50 Prozent Co-Preisträger. 

(Quelle: S24)

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