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Wohnhaus in Henndorf in Vollbrand: 16-Jähriger kommt in Flammen ums Leben

An der B1 in Henndorf am Wallersee (Flachgau) stand Montagfrüh ein Wohnhaus in Flammen. Ein 16-Jähriger Bursch kam in den Flammen ums Leben, die Besitzer der Doppelhaushälfte, ein Ehepaar, wurden mit leichten Verletzungen ins Spital eingeliefert. Die umliegenden Feuerwehren waren mit 180 Kräften zum Großeinsatz.

 

16-Jähriger stirbt in den Flammen

Bei dem Brand kam ein 16-Jähriger in den Flammen ums Leben. Der Bursch war kurz vor Brandausbruch nach Hause gekommen. Die Besitzer der Doppelhaushälfte, ein Ehepaar aus Henndorf, wurden mit leichteren Verletzungen ins Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert. Trotz intensiver Bemühungen konnte ihr Sohn nicht mehr gerettet werden, er verstarb beim Brand, berichtet die Feuerwehr Henndorf auf ihrer Homepage. "Wir müssen noch einen DNA-Abgleich abwarten. Erst dann ist die Identität des Toten bestätigt", sagte Polizeisprecherin Irene Stauffer zur APA.   Der 16-jährige Thomas H. kam bei dem Brand ums Leben. Das Feuer ist in seinem Zimmer ausgebrochen.   Nach Angaben der Polizei ist das Feuer im Bereich des Bettes des Sohnes ausgebrochen. Der 16-jährige Lehrling wurde in diesem Zimmer von Feuerwehrleuten tot aufgefunden. Alle objektiven Zündquellen werden jetzt untersucht, sagte am Montagnachmittag Polizeisprecherin Irene Stauffer. Der Teenager soll in der Nacht auf Montag noch unterwegs gewesen sein, wann er nach Hause gekommen ist, war vorerst unklar. Der genaue Ablauf des Abends werde ebenfalls noch ermittelt, hieß es.

Wohnhaus in Henndorf in Flammen: Nachbarin schlägt Alarm

Das Feuer im Dachgeschoss der Doppelhaushälfte an der B1 in Henndorf war am Montag kurz nach 5 Uhr ausgebrochen. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, "stand die Mansardenwohnung in Vollbrand", sagte Simon Leitner, Einsatzleiter und Ortsfeuerwehrkommandant von Henndorf. Vorerst war unklar, ob sich der Sohn überhaupt in der Mansarde aufhielt. Spekuliert wurde, dass sich auch seine Freundin in der Wohnung befinden könnte. Schließlich stellte sich heraus, dass sie nicht in dem Haus im Ortsteil Hankham war.

Löscharbeiten gestalteten sich schwierig

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. "Die Mansardenwohnung war komplett aus Holz gebaut, es hat schnell gebrannt", sagte Leitner. "Wir haben versucht, zuerst einen Innenangriff zu starten." Das sei aber wegen des fortgeschrittenen Brandes und der starken Rauchentwicklung fehlgeschlagen. Deshalb wurde das Feuer zunächst von außen von allen Seiten bekämpft. Zwei Drehleitern aus Seekirchen und Straßwalchen unterstützen den Einsatz. "Wir sind auch mit Motorsägen und dergleichen von der Nachbarwohnung aus von der vorderen in die hintere Wohnung durchgebrochen, wir haben das Feuer umfassend angegriffen", betonte der Ortsfeuerwehrkommandant.

180 Feuerwehrleute bei Brand in Henndorf im Einsatz

Doch alle Bemühungen der rund 180 Feuerwehrleute aus Henndorf und den benachbarten Freiwilligen Feuerwehren, den Vermissten lebend herauszuholen, waren vergeblich. Er wurde von Feuerwehrleuten, die schließlich mit schwerem Atemschutzgerät in das Obergeschoß vordringen konnten, nur mehr tot geborgen. "Die Leiche lag unter dem Brandschutt, aber nicht im Bettbereich", erklärte ein Feuermann. Eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion durch die Gerichtsmedizin soll die Todesursache klären. Um 6.30 Uhr war Alarmstufe drei ausgelöst worden, "Brand aus" hieß es gegen 8.30 Uhr. Das Haus konnte laut dem Einsatzleiter zum Teil gerettet werden. Das Gebäude war im Laufe der Zeit erweitert worden, im ersten Obergeschoß wohnte eine Tante des 16-Jährigen. "Das Obergeschoß ist jetzt abbruchreif", sagte Leitner. Zwei Brandermittler des Landeskriminalamtes Salzburg wurden nach Henndorf beordert, um die Ursache des Feuers zu klären. Ein Brandmittelspürhund wurde beigezogen. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", sagte Polizeisprecherin Stauffer. Das Feuer ist offenbar im Bereich des Dachstuhls ausgebrochen.

Angehörige werden betreut

Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes kümmerte sich um die Betreuung der geschockten Angehörigen. Die Feuerwehr stellt eigene Peers zur Verfügung. Sie helfen bei Bedarf ihren Kameraden bei der psychologischen Aufarbeitung des tragischen Unglücks in Henndorf.
(Quelle: S24)

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