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Wu Bangguo in Salzburg verabschiedet

Salzburg – Chinas rangmäßig zweithöchster Politiker Wu Bangguo stattete der Mozartstadt von Sonntag bis Montag einen Besuch ab. Salzburg stand am Ende eines mehrtägigen Österreichbesuchs mit großer chinesischer Delegation.

“Ich gehe davon aus, dass dies nicht der letzte Salzburgbesuch ist”, erklärte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Montag nach einem Gespräch mit Wu Bangguo, dem Vorsitzenden des ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China, unmittelbar vor dessen Abreise aus Salzburg. Burgstaller übergab dabei ein Salzburg-Aquarell als Gastgeschenk und lud den Vorsitzenden und bekennenden Mozartfan zu einem Festspielbesuch ein.

Vorsitzender Wu hob insbesondere die Naturlandschaft, die Gastfreundschaft und die positive Einstellung der Bevölkerung gegenüber China hervor und bekräftigte den Wunsch, die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter voranzutreiben. “Salzburg hat einen wichtigen Beitrag für die zwischenstaatlichen Beziehungen geleistet. Nach meiner Rückkehr werden 1,3 Milliarden Chinesen ein noch besseres Bild von Salzburg haben. Salzburg hat seinen Ruf verdient”, versicherte Wu. Besonders großes Interesse zeigte der hohe Gast aus China an Umweltschutztechnologie, darunter vor allem Luftreinhaltung und Abwasserentsorgung. Hier soll die Zusammenarbeit noch verstärkt werden.

Seit 1999 gibt es an der Universität Salzburg ein Institut für interdisziplinäre Chinastudien mit dem Namen China-Zentrum. Das Studienangebot ist auf das moderne China als Kultur- und Wirtschaftspartner Europas ausgerichtet und soll auch industrienahe wissenschaftliche Kooperationen initiieren. 2002 wurde das Chinabüro eingerichtet. Dieses “China Liaison Office” bietet österreichische Unternehmen die Möglichkeit, in Zukunft nach China zu expandieren und unterstützt sie. Das Chinabüro betreut unter anderem auch Chinesische Delegationen, die nach Salzburg kommen, bzw. hält Wirtschaftskontakte und hilft mit, Salzburg als Wirtschaftsstandort für Chinesische Unternehmen zu positionieren.

Salzburg ist sehr am Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu China interessiert. 2008 gab es 46 Millionen Euro an Exporten von 50 Salzburger Firmen in die Volksrepublik China. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Zulieferungen für Industrieanlagen (Eisenwalzen), Elektrobau, Bau- und Infrastrukturgüter, technische Geräte, Holz- und Holzprodukte, Beschläge, Mozartlikör, Skier. Weiters gibt es Kooperationsabkommen vom Land Salzburg mit Chinesischen Provinzen wie der Provinz Hainan, die im Jahr 2000 und 2004/2005 abgeschlossen wurden. Ziel dieser Übereinkommen ist es, die Zusammenarbeit vor allem auf dem Gebiet des Tourismus, Kultur, Bildungswesen, Wirtschaft, Handel, Wissenschaft, Technologie, Sport und Gesundheitswesen zu intensivieren. Salzburg war auch immer beliebtes Ziel bei Staatsbesuchen, so im Jahr 1994 vom damaligen Ministerpräsidenten der Volksrepublik China LI Peng und im Jahr 1999 vom damaligen Ministerpräsidenten Jiang Zemin. Im September 2004 war der damals vierthöchste Politiker in China, Cha Qin Ling, auf Staatsbesuch in Salzburg.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.05.2021 um 12:53 auf https://www.salzburg24.at/archiv/wu-bangguo-in-salzburg-verabschiedet-59619250

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