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Zerstückelte Leiche im Wienerwald: 18 Jahre Haft

Zu 18 Jahren Haft ist am Mittwoch im Wiener Straflandesgericht Jozef E. (62) verurteilt worden, der am 30. März 2012 Milenko M. (59) mit einem Vorschlaghammer getötet, der Leiche die Beine abgetrennt und diese in einem Waldstück nahe Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) abgelegt haben soll. Der Schuldspruch wegen Mordes und Störung der Totenruhe fiel einstimmig aus. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Laut Anklage soll die Bluttat von langer Hand geplant gewesen sein. Jozef E. habe den Pkw seines Bekannten in seinen Besitz bringen wollen und diesen nach der Ermordung tatsächlich nach Serbien geschafft, hatte Staatsanwalt Bernd Schneider in seinem Schlussplädoyer betont. Mit einer eigens angeschafften Plastikfolie habe er sein Kellerabteil ausgekleidet, um die Spuren bei der Leichenzerteilung rascher beseitigen zu können.

Der Angeklagte hatte vehement bestritten, Milenko M. am 30. März 2012 getötet zu haben. Er behauptete, zwei unbekannte Schwarzafrikaner wären dafür verantwortlich, die ihn ebenfalls attackiert hätten. Man habe ihn mit einem Pistolenknauf im Kopf- und Gesichtsbereich traktiert. "Ich habe eine Kopfverletzung erlitten", insistierte der 62-Jährige. Man sehe die Narbe - eine hockerartige Erhöhung - heute noch.

Gerichtsmediziner Wolfgang Denk sah allerdings keine, was zu einem längeren Hin und Her mit dem Angeklagten führte, das Denk schließlich mit der Bemerkung "Wenn keine Narbe da ist, tu ich mir schwer zu sagen, dass die Narbe verheilt ist" beendete.

Der Staatsanwalt betonte am Ende, das Beweisverfahren habe die Anklage "untermauert, auch wenn sich der Angeklagte beharrlich weigert, uns die Wahrheit zu sagen". Er verwies vor allem darauf, dass sich DNA-Spuren von Jozef E. auf den Seilen fanden, mit denen die Leiche verschnürt worden war.

Die sterblichen Überreste von Milenko M. waren wenige Tage nach seinem Verschwinden von einem Spaziergänger in Wienerwald entdeckt worden. Jozef E. hatte sich zu diesem Zeitpunkt mit dem Pkw und dem Zulassungsschein des Umgekommenen nach Serbien abgesetzt, wo er das Auto verkaufen wollte, nachdem er laut Anklage das Nummernschild durch ein gestohlenes Kennzeichen ersetzt hatte.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Jozef E. meldete dagegen Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Dem Staatsanwalt war das Strafausmaß zu milde. Er legte Strafberufung ein.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.07.2019 um 09:49 auf https://www.salzburg24.at/archiv/zerstueckelte-leiche-im-wienerwald-18-jahre-haft-42679429

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