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Zurück mit gewohntem Dandy-Charme: Neues Album von Tanz Baby!

"Elektropop bewusst vermeiden" war das Dogma für Frontmann David Kleinl und seinen Konterpart Kristian Musser, die ihr neues Werk "Staub oder Stern" am 23. März in der Roten Bar im Wiener Volkstheater präsentieren werden.

Inhaltlich bedienen sich Tanz Baby! wieder im Themenfeld von Liebe, Sehnsucht und Leidenschaft, das man vom Schlager nur allzu gut kennt. "Wenn du einmal von Liebe singst und wenn du es auch auf Deutsch machst, dann kommen diese Assoziationen von selbst. Wenn man Englisch oder Französisch singen würde, dann sagt niemand Schlager", findet Kleinl zu Recht. Minimalistische Arrangements, auch von Bontempi-Orgeln getragen, und minimalistische Texte machen den Reiz von Tanz Baby! aus.

In welche Richtung gehen Tanz Baby! mit der Platte?

Live präsentiert sich der gebürtige Burgenländer als Kunstfigur, dabei sieht er im Konzept Tanz Baby! keine extreme Künstlichkeit: "Das ist kein stark Verstellen, sondern das ist eine Überhöhung der eigenen Persönlichkeit. Es war keine Band, die man am Reißbrett plant und die so und so ist. "Das breite Spektrum von "Staub oder Stern" hat seine Gründe in der Entstehungsgeschichte. "Das zweite Album ist immer das schwere und die Frage war: 'Gehen wir eher in die Richtung, wo es danciger wird, oder ein bisserl mehr beatlastig?'", nennt Kleinl eine der Optionen. Ein Schritt weiter in die Landdisco eine andere, die dann in die neue Single "Ich bin ein Stern" ein wenig eingeflossen ist. Aber auch das Kunstlied ist den beiden Musikern nicht fremd: "Da gab es schon zwei Stücke, die eher sperriger sind, die wir bisher live gespielt haben und die es jetzt auf das Album geschafft haben."

Charme der 50er Jahre

Geschafft hat es auch der Song "Und dann bleib ich", von Kleinl als "unser Superschmachtfetzen" bezeichnet. Dieser Track wurde bereits im Vorjahr als freier Download released und vom Peter-Weibel-Schüler Kleinl in Anlehnung an "A Single Man", dem Filmdebüt des Modemachers Tom Ford, als Video in Szene gesetzt. Typisch für die Arbeitsteilung des dem Do It Yourself (DIY)-Gedanken folgenden Duos. Während von Musser der Großteil von Musik und den Texten stammt, ist Kleinl der Mann für Stil, Visuelles und Präsentation: "Für mich ist es eher so ein atmosphärischer Zugang. Bei mir ist der Musiker klein und der Bühnenbildner und der Regisseur ist viel größer." Doch der wichtigste Part von Kleinl für die Liveumsetzung ist wohl seine Bühnenpersönlichkeit, die "in Richtung 50er bis 70er-Jahre-Alleinunterhalter" angelegt ist. "Die Figur, die ich da quasi einnehme, die gab es von Anfang an. Sowohl die rote Rose und die Geste waren da."  (Andreas Westphal/APA)
(Quelle: S24)

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