Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Zwei Salzburger Polizisten weiterhin in Japan

Wie lange die zwei Polizisten aus Salzburg und Tirol und ein Strahlenschutzexperte des Innenministeriums zur Unterstützung der österreichischen Botschaft und des Konsulates in Osaka bleiben, ist noch unklar. Derzeit gebe es 50 bis 70 ausreisewillige Österreicher, die in Japan ihren Lebensmittelpunkt haben, etwa die Hälfte besitze ein Flugticket, erklärte am Donnerstag der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, der APA. Unter den Österreichern herrsche keine Panik, sondern Disziplin.

Die von Tokio nach Osaka übersiedelte Botschaft stehe mit über 100 Österreichern laufend in Kontakt, sagte der Ministeriums-Sprecher. Die rund 70 im Großraum von Tokio und östlich davon lebenden Ausreisewilligen versuchten, so lange wie möglich in Japan zu bleiben.

Je nach der weiteren Entwicklung bestehe die Möglichkeit, die Auslandsösterreicher in den Süden oder Südwesten von Japan zu verlegen oder ihnen beim Verlassen des Landes zu helfen. Das "Go-Team", bestehend aus den zwei Polizisten, unterstütze sie bei Fragen der Logistik, des Transportes, der Kommunikation und Sicherheit. Sie helfen beispielsweise bei der Erledigung von Formalitäten, Ausstellung von Reisedokumenten - wenn etwa der Pass abgelaufen ist - und informieren über geeignete Transportmittel und Flugverbindungen, erläuterte Launsky-Tieffenthal.

Der Strahlenschutzexperte des Innenministeriums, der sich derzeit in Osaka aufhält, berichtet der Botschaft und dem Generalkonsulat über die Konsequenzen der Reaktorunfälle und die Strahlengefahr. Er wird vermutlich zwischen Tokio und Osaka pendeln, sagte Launsky-Tieffenthal. Wie lange sich das Unterstützungsteam des Innenministeriums in Japan aufhalte, hänge davon ab, wie sich die Situation weiterentwickle. Der Salzburger Polizist Karl-Heinz Wochermayr und der Cobra-Beamte Harald Gonner aus Tirol sind am Mittwoch in der Früh in Osaka eingetroffen. Zum Zeitpunkt des Erdbebens waren nach Schätzungen des Ministeriums 300 bis 500 Österreicher in Japan, etwa 150 davon hätten das Land inzwischen verlassen.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 09.12.2019 um 08:10 auf https://www.salzburg24.at/archiv/zwei-salzburger-polizisten-weiterhin-in-japan-59181322

Kommentare

Mehr zum Thema