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Beginnt mit Meghan und Harrys Hochzeit neue Ära?

Für viele ist mit Meghan und Harrys Hochzeit eine neue Ära angebrochen. AP
Für viele ist mit Meghan und Harrys Hochzeit eine neue Ära angebrochen.

Die Briten haben die Hochzeit von Prinz Harry (33) und Meghan (36) als willkommene Abwechslung in Zeiten von Brexit und Terrorangst gefeiert. Das Fest habe von den "nervenzehrenden Angelegenheiten der Weltpolitik" abgelenkt, schrieb etwa die Zeitung "The Telegraph" am Sonntag.

Mehr als Hunderttausend Menschen hatten dem Paar am Samstag zugejubelt, als es nach der Trauung in einer offenen Kutsche durch Windsor fuhr. Weltweit sahen Millionen Menschen an den Bildschirmen zu.

Am Tag nach der großen Hochzeit wurden in Windsor die letzten Reste einer gigantischen Straßenfeier zusammengefegt. Die Besucher - etwa aus den USA, Mexiko, Kanada und Indien - hatten während der Übertragung der Lieder aus der Kirche mitgesungen. Viele waren zu Tränen gerührt. Die Hochzeitsgesellschaft selbst hatte bis in die Nacht hinein auf dem Landsitz Frogmore House im Park von Schloss Windsor gefeiert.

Nach der Hochzeit wird aufgeräumt. Foto: AP Salzburg24
Nach der Hochzeit wird aufgeräumt. Foto: AP

Flitterwochen-Ziel wahrscheinlich Afrika

 

Wie es für Harry und Meghan nun weitergeht, ist allerdings bereits bekannt: Am Dienstag erfüllen die beiden schon ihre ersten royalen Pflichten als Ehepaar bei einer Garten-Party des Buckingham-Palasts, auf der Prinz Charles Vertreter wohltätiger Organisationen empfängt. Danach könnte es für die Frischvermählten in die Flitterwochen gehen. Das Ziel der möglichen Reise hält der Palast geheim - britische Medien halten Afrika für wahrscheinlich.

Beginnt neue, moderne Ära im Königshaus?

Viele Kommentatoren in Großbritannien waren sich einig, dass mit der Hochzeit von Harry und Meghan eine neue, modernere Ära für das Königshaus angebrochen sein könnte - hin zu mehr Offenheit und noch mehr sozialem Engagement. Dazu passte, dass Meghan später mit einem Ring an der Hand gesehen wurde, den einst Harrys Mutter Diana trug. Die 1997 bei einem Autounfall ums Leben gekommene Prinzessin Diana hatte das britische Königshaus mit ihrem Engagement für Aidskranke und Obdachlose gehörig umgekrempelt - und war damit zur "Königin der Herzen" avanciert. Ihr Ring am Finger von Meghan wurde auch als Bekenntnis des Paares zu ihrem Erbe verstanden.

Predigt sorgte für ungläubiges Staunen

Und britische Medien sahen in der für britische Verhältnisse ungewöhnlichen Predigt des US-Bischofs Michael Curry auch ein Statement des Paares. Curry hatte einen flammenden Appell für die verändernde Kraft der Liebe gehalten - und bei manchem Mitglied des britischen Hochadels für ungläubiges Staunen gesorgt. Normalerweise werden Predigten bei Gottesdiensten des Königshauses zurückhaltend und akademisch nüchtern vorgetragen. Die Botschaft Currys lasen manche als Absichtserklärung des Paares, mit Traditionen zu brechen.

Auch der starke Anteil an afroamerikanischen Elementen im Gottesdienst wurde als kraftvoller Schub in Richtung eines modernen Königshauses gewertet. Der "Observer" schrieb gar von einer "Zelebration des Schwarzseins". Dazu passte, dass viele prominente Gäste dunkler Hautfarbe eingeladen waren.

(APA/dpa)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.08.2019 um 04:14 auf https://www.salzburg24.at/leben/beginnt-mit-meghan-und-harrys-hochzeit-neue-aera-58362082

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