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Braucht es eine stärkere Förderung der Väterkarenz?

Die Zahl der Väter in Karenz geht in Österreich zurück. (Symbolbild) Bilderbox
Die Zahl der Väter in Karenz geht in Österreich zurück. (Symbolbild)

Männer gehen nach wie vor selten in Karenz. Das zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria über die vom Bund im Vorjahr ausgezahlten Familienleistungen. Demnach waren im Dezember nur 3,8 Prozent der Bezieherinnen und Bezieher von Kinderbetreuungsgeld Männer. Braucht es eine stärkere Förderung der Väterkarenz? Stimmt ab im Meinungscheck.

In der heimischen Politik scheint die Väterkarenz hingegen schon angekommen zu sein. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ist im Juli Mutter geworden, nach sechs Wochen Babypause war sie zurück im Job. In Karenz ging ihr Mann. Denselben Plan hat auch NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Die zweifache Mutter gab am Freitag bekannt, dass sich in der Familie Nachwuchs ankündigt. Auch sie will vier Wochen nach der Geburt wieder an die Spitze der Partei zurückkehren. Ihr Mann wird zuhause beim Baby bleiben.

Rückgang der Väterkarenz in Österreich

Selbstverständlich ist das in Österreich noch nicht. Das Kindergeld wird nach wie vor großteils von den Müttern in Anspruch genommen: Im Dezember waren 119.476 Frauen in Karenz, aber nur 4.773 Männer. Das entspricht einem Rückgang von 4,2 auf 3,8 Prozent Männer-Anteil gegenüber Dezember 2016.

Nur ein Nischenangebot ist offenbar der im März 2017 neu eingeführte "Familienzeitbonus", vulgo "Papa-Monat". Damit können (in der Regel) Väter nach der Geburt 31 Tage zu Hause bleiben und 700 Euro Kindergeld beziehen, sofern der Arbeitgeber zustimmt. Später wird das dann vom Kindergeldkonto abgezogen. Im Dezember haben das 642 Personen in Anspruch genommen, davon 639 Väter und drei Mütter.

(APA)

Aufgerufen am 11.12.2018 um 03:10 auf https://www.salzburg24.at/leben/braucht-es-eine-staerkere-foerderung-der-vaeterkarenz-60254449

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