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Kalte Köstlichkeit

So erkennt ihr eine gute Eisdiele

Qualitäts-Tipps vom Experten

Eis, Eiscreme, Schoko, SB SALZBURG24/WURZER
Eis lassen sich viele besonders im Sommer gerne schmecken. (SYMBOLBILD)

Die Sommertage machen Lust auf Eis. Doch nicht jedes Eis wird traditionell aus frischen Zutaten gemacht. Fertigprodukte gibt es auch in diesem Bereich. Wir haben nachgefragt, ob man handwerklich gefertigtes Eis und damit einen guten Salon auf den ersten Blick erkennen kann.

Acht Liter Eis essen Herr und Frau Österreicher im Schnitt pro Jahr. Dabei muss es sich nicht immer um Eis handeln, es kann auch schon mal Eiscreme dabei sein. Da gibt es tatsächlich einen Unterschied, erklärt Luca Alberti, Branchensprecher der italienischen Eissalons der Wirtschaftskammer Österreich, gegenüber SALZBURG24.

 

„Eis besteht meist aus Pflanzenfetten, zum Beispiel Kokosfett. Eiscreme hingegen enthält Milch oder Schlagobers, in manchen Fällen auch Butter.“ Wer das eine lieber als das andere isst, kann sich im Supermarkt die Zutatenliste ansehen. Im Eissalon fragt man am besten direkt nach. Die kalte Köstlichkeit kann aber nicht nur in dieser Hinsicht unterschieden werden. In der Herstellung kann es ebenso zu Verschiedenheiten kommen.

Sprint-Produkte und handwerkliches Eis

Einerseits gibt es Eis, das aus Fertigmischungen gemacht wird. Andererseits ist Eis noch wirkliche Handarbeit. „Fertigmischungen, im Fachjargon auch ‚Sprint-Produkte‘ genannt, bestehen lediglich aus industriell gefertigtem Pulver“, weiß Alberti. Es wird meist nur mehr mit Wasser vermischt und gekühlt. In handwerklich hergestelltes Eis kommen Milch, Butter, Schlagobers, frische Früchte oder geröstete Nüsse. „Auch Zucker ist ein wesentlicher Bestandteil, der ist wichtig für die Konsistenz des Speiseeises.“

Natürliche Farbe ist guter Hinweis

Ob die süße Kugel in der Tüte oder im Becher wirklich aus frischen Zutaten hergestellt wurde, lasse sich heutzutage mit bloßem Auge kaum noch erkennen, sagt Alberti. Ein wesentliches Merkmal sei aber die Farbe. Je natürlicher sie ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Eis nicht aus Pulver angerührt wurde. Bei grellen Farben darf der Konsument also skeptisch werden. „Ansonsten hilft nur der Kauf, um geschmacklich zu identifizieren, ob es künstlich oder natürlich schmeckt.“

 

Was macht eine gute Eisdiele aus?

Kann ich eine gute Eisdiele auf den ersten Blick erkennen? In manchen Fällen ja, sagt der Experte. Seitens der Wirtschaftskammer gebe man seit Jahren Fahnen aus, die auf handwerklich gemachtes Eis hinweisen. Sie sind meistens auf der Fassade oder den Türen der Salons zu finden. Solche Fahnen werden auch von der „italienischen Vereinigung der Eiserzeuger in Österreich“ (A.G.I.A.) ausgegeben. Rechtlich geschützt ist der Begriff allerdings nicht. „Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einfach am Eispult nachfragen.“

Auszeichnungen sind ein weiteres Indiz, ebenso wie eine saubere Eis-Vitrine. „Denn wenn sauber am Eispult gearbeitet wird, kann man meist auch davon ausgehen, dass die Eis-Produktion ordentlich geführt wird.“

(Quelle: SALZBURG24)

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