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Gebratenes Weideganserl mit Blaukraut und Knödel

Ganserlessen hat für viele Salzburger Tradition. Ulrike und Franz Gangl aus Lamprechtshausen (Flachgau) haben ein einfaches Rezept parat für alle, die sich auch mal in der eigenen Küche an den Gänsebraten wagen wollen. Das ist unser herbstliches "Rezept der Woche".

Allerdings solltet ihr euch für den Tag, an dem ihr dieses Rezept nachkocht nicht allzu viel vornehmen. Für den perfekt Ganserlbraten braucht es zwar nicht viele Zutaten, aber ganz viel Zeit. Fast fünf Stunden muss das Ganserl in den Ofen, je nach Größe. Das braucht ihr dafür:

Zutaten:

  • 2-3 Äpfel
  • 1-2 Orangen
  • 2 Karotten
  • 150 Gramm Wurzelgemüse
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • 1 Esslöffel Thymian
  • 1 Esslöffel Rosmarin
  • 2 Esslöffel Majoran
  • 120 Gramm Honig
  • 1 Flasche Bier
  • eine etwa 4 Kilogramm schwere bratfertige Weidegans
  • 2 Zwiebeln
  • Suppenbrühe zum Aufgießen

Und so geht's:

Zuallererst die Gans waschen und tupfend abtrocknen. Dann geht es ans Eingemachte: Den Hals abhacken und die Flügelspitzen beim zweiten Gelenk von außen abschneiden. Die beigelegten Innereien aus dem Sackerl nehmen und ebenfalls abwaschen. Anschließend die Gans mit Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin und viel Majoran einreiben. Wichtig: Sowohl außen und innen nicht mit Gewürzen sparen! Ofen auf 200 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Äpfel und Orangen achteln, mit den restlichen Gewürzen vermengen und die Gans damit befüllen.

Wenn vorhanden die Gans mit der Brust nach unten in ein großes Reindl legen. Ansonsten einfach direkt auf's große Backblech. Das sollte allerdings einen höheren Rand haben, denn rund um die Gans kommt dann Suppe. Das geschnittene Wurzelgemüse, mit Zwiebeln, Hals, Flügelspitzen und den Innereien rund um die Gans auflegen. Nun noch etwa zwei bis drei Zentimeter hoch mit Suppe aufgießen.

Nach einer halben Stunde zurückschalten auf 160 Grad Celsius und zwei Stunden lang braten. Danach Honig und Bier etwa fünf Minuten lang aufkochen und die Gans damit hin und wieder bepinseln. Nach zwei Stunden gehört die Gans gewendet, erneut bepinselt und noch zwei bis zweieinhalb Stunden fertiggebraten. Generell wird pro Kilo Gans mit einer Stunde Bratzeit gerechnet. Eventuelles Fett regelmäßig abschöpfen.

Ist die Gans fertig, tranchieren und bei 100 Grad Celsius nochmals im Bratensaft kurz ziehen lassen. Die Gans mit Äpfeln, Orangen, Knödel und Blaukraut servieren. Mahlzeit!

Zum knusprigen Gansl gibt Salzburg24
Zum knusprigen Gansl gibt

So wird das Gansl besonders knusprig:

TIPP: Wer es extra knusprig mag, kann die Gans die letzten 15 bis 20 Minuten mit der Brustseite nach oben bei hoher Oberhitze im Rohr braten.

Mehr Rezepte von Salzburgs Bäurinnen findet ihr unter: "Salzburg Schmeckt".

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 09.03.2021 um 01:06 auf https://www.salzburg24.at/leben/essen/gebratenes-weideganserl-mit-blaukraut-und-knoedel-57332512

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