Jetzt Live
Startseite Essen
Essen

Vier einfache Brot-Rezepte

Am 16. Oktober hat eines der ältesten und wichtigsten Lebensmittel überhaupt seinen Ehrentag: Das Brot. Sei wann die Menschen genau Brot essen, darüber sind sich die Quellen uneinig. Fakt ist, dass die Menschen wohl wegen dem Brot sesshaft wurden und Getreide anbauten. Wir haben zum Welt-Brot-Tag vier einfache Rezepte für hausgemachtes Brot für euch.

Bevor die Menschheit anfing Brot zu essen, wurde Getreide gemahlen und mit Wasser vermischt als Brei gegessen. Später verteilte man diesen Brei auf heißen Steinen und voilá - die ersten Fladenbrote waren geboren. So richtig mit der Brotbäckerei begannen allerdings die alten Ägypter: Sie stellen dafür bereits eigene Öfen her und das Brot wurde rund. Das Volk am Nil war es auch, das den Germ entdeckte.

Mit diesen vier Rezepten könnt ihr selbst zum Brotbäcker werden.

Bauernbrot mit Buttermilch

Zutaten

  • 1 Kilo Roggenmehl
  • 1/2 Kilo Weizenmehl
  • 1/8 Liter Milch
  • 1 Liter Buttermilch
  • 1 Würfel Hefe
  • 4 Teelöffel Salz
  • 4 Teelöffel Brotgewürz

So geht's:

Mit den flüssigen Zutaten beginnen: Also Milch, Buttermilch, Germ und Salz vermischen. Anschließend Mehl und Brotgewürz untermischen und 30 Minuten gehen lassen. Aus dem Teig drei Laibe formen. Die Oberfläche unberührt lassen oder mit einer Gabel einige Male einstechen bzw. mit einem Messer einschneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit Wasser besprühen.

Das Rohr auf 240 Grad Celsius vorheizen und zehn Minuten backen. Danach Temperatur auf 180 Grad Celsius reduzieren und weitere 50 Minuten im Rohr lassen.

Das Buttermilchbrot vor dem Anschneiden auskühlen lassen, auch, wenn es schwer fällt: Foto: dpa-Zentralbild/Patrick Pleul Salzburg24
Das Buttermilchbrot vor dem Anschneiden auskühlen lassen, auch, wenn es schwer fällt: Foto: dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

Sauerteigbrot

Zutaten

  • 700 Gramm Roggenmehl
  • 200 Gramm Weizenmehl
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Salz
  • Gewürze
  • 500 Milliliter Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 30 - 40 Gramm Sauerteig

So geht's:

Um Sauerteig herzustellen, vermischt ihr vier Esslöffel Roggenmehl zwei Teelöffel Zucker und lauwarmes Wasser zu einem dicken Brei. Die Mischung mit einem Deckel bedecken - nicht verschließen! - und 24 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Am nächsten Tag wieder vier Esslöffel Roggenmehl und lauwarmes Wasser hinzufügen, mit einem Schneebesen gut umrühren und wieder 24 Stunden gehen lassen. Dieselbe Prozedur am folgenden Tag noch einmal, am vierten Tag ist der Sauerteig fertig. Er soll angenehm riechen und Bläschen haben.

Für das Brot nun Mehrl, Zucker, Salz und Gewürze (Kümmel, Anis, Koriander, Fenchel) vermischen. In einer zweiten Schüssel Wasser, Hefe und Sauerteig verrühren. Anschließend aus allen Zutaten eienen Teig kneten, dann an einem warmen Ort etwa 45 Minuten rasten lassen. Danach zwei Laibe formen, in ein Brotkörberl geben und eine Stunde gehen lassen.

Vor dem Backen das Backrohr auf 250 Grad Celsius vorheizen. Die Brotlaibe auf das Blech stürzen, mit Wasser besprühen und ins Rohr schieben. Ideal wird das Brot, wenn zu Beginn Wasserdampf im Rohr ist. Dazu einfach eine hitzefeste Schale auf den Boden des Ofens stellen und etwas Wasser hineingeben. Die ersten zehn Minuten bei 240 Grad Celsius backen, danach für weitere 45 Minuten auf 190 Grad Celsius reduzieren.

Tipp:

Wenn ihr den Sauerteig nicht gleich weiterverarbeiten möchtet, könnt ihr ihn im Kühlschrank problemlos einige Tage aufbewahren oder auch einfrieren.

Das Sauerteigbrot schmeckt am besten frisch. Foto: Martha Neumaier Salzburg24
Das Sauerteigbrot schmeckt am besten frisch. Foto: Martha Neumaier

Vollkornbrot

Zutaten

  • 100 Gramm Buchweizenmehl
  • 600 Gramm Dinkelvollmehl
  • 100 Gramm Weizenvollmehl
  • 3 Teelöffel Salz
  • Sonnenblumenkerne
  • 1 Würfel Germ
  • 500 Milliliter warmes Wasser
  • Sesam
  • Haferflocken
  • 1 Esslöffel Gewürze (Fenchel, Koriander, Kümmel, Anis, Kreuzkümmel)
  • Nüsse

So geht's:

Mehle, Salz, Sonnenblumenkerne, Sesam, Nüsse, Haferflocken und Gewürze vermischen. In einer zweiten Schüssel Germ in Wasser auflösen und anschließend alles miteinander zu einem glatten Teig vermischen. Den in eine gefettete Kastenform füllen und mit Haferflocken oder Kürbiskernen oder Sesam bestreuen. Bei 190 Grad Celsius etwa 60 Minuten backen, dazu eine kleine hitzefeste Schale mit Wasser auf den Boden des Rohrs stellen.

Tipp:

Das Rezept könnt ihr beliebig mit verschiedenen Körnern, Saaten, Nüssen oder geraspelten Karotten abändern. Solange ihr bei einer Grundmenge von 600 Gramm Dinkel- oder Weizenvollkornmehl bleiben, könnt ihr auch beim Mehl variieren: Hafer(voll)mehl, Emmer, Einkorn, Amaranth, Kamut oder Hirse funktionieren.

Das Vollkornbrot lässt sich beliebig variieren. Foto: Martha Neumair Salzburg24
Das Vollkornbrot lässt sich beliebig variieren. Foto: Martha Neumair

Laugenstangerl

Zutaten

  • 500 Gramm Weizenmehl
  • 30 Gramm Hefe
  • 50 Gramm Butter, weich
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  • 250 Milliliter lauwarmes Wasser
  • 2 Esslöffel Natron

So geht's

Mehl, Butter, Hefe, Zucker und Salz zu einem Teig verarbeiten und 40 Minuten gehen lassen. Danach acht Kugeln formen und aus diesen entweder Stangerl, Brezn oder Knöpfe formen. Die Gebäckstücke nochmals kurz rasten lassen und derweil einen Liter Wasser aufkochen. Das Wasser vom Herd nehmen und Natron hinzufügen. Jetzt die Gebäckstücke für jeweils 30 Sekunden eintauchen und anschließend auf ein Blech mit Backpapier legen.

Stangerl und Knöpfe vor dem Backen mit einem Messer einritzen, mit Salz oder Sesam bestreuen und bei 210 Grad Celsius für 18 Minuten backen.

Tipp:

Das Laugengebäck kann man auch mit Käse überbacken.

Handgemachtes Laugengebäck geht schnell und unkompliziert. Foto: Martha Neumaier Salzburg24
Handgemachtes Laugengebäck geht schnell und unkompliziert. Foto: Martha Neumaier

Mehr Rezepte aus der Küche von Salzburgs Bäuerinnen findet ihr auf "Salzburg Schmeckt".

Aufgerufen am 18.12.2018 um 04:47 auf https://www.salzburg24.at/leben/essen/vier-einfache-brot-rezepte-60374542

Kommentare

Mehr zum Thema