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Fahndung im Krankenstand: Was haltet ihr von den Regierungsplänen?

Der ÖVP/FPÖ-Plan strengere Kontrollen von Krankenständen stößt auf gemischte Reaktionen. APA/dpa
Der ÖVP/FPÖ-Plan strengere Kontrollen von Krankenständen stößt auf gemischte Reaktionen.

Konkret geht es in diesem Teil des Initiativantrags zur Arbeitszeitflexibilisierung um das "Risiko- und Auffälligkeitsanalyse-Tool" der Krankenkassen, mit dem bisher gegen den Verdacht von Schwarzarbeit oder Scheinanmeldungen aufseiten von Firmen vorgegangen wurde.

Nun werden die Kassen per Gesetz angewiesen, auch in den Daten der Versicherten Nachschau zu halten. Die Koalition aus ÖVP und FPÖ will demnach Jagd auf Krankenstands-Sünder machen.

Worum es überhaupt geht

Zu prüfen ist der "Verdacht auf missbräuchliche Inanspruchnahme von Leistungen, insbesondere aus dem Versicherungsfall der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit", heißt es in der vorgeschlagenen neuen Passage von Paragraf 42b, Absatz 1 des ASVG. Konkret bedeutet das, die Krankenkassen sollen künftig besser prüfen, ob Dienstnehmer sich zu Unrecht medizinische Leistungen erschleichen, wie etwa Krankenstand, Krankengeld oder Therapien.

Kritik an Regierungsplänen

Die Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) befürchtet eine Überwachung aller Versicherten: "Man will in einem neuen Tool alle Daten, Diagnosen und Medikamente der Versicherte zusammenführen und Verdachtsmomente auswerten – das betrifft auch Psychopharmaka", wird SGKK-Obmann Andreas Huss gegenüber dem ORF zitiert, der auch vor einem Generalverdacht warnt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.08.2019 um 06:06 auf https://www.salzburg24.at/leben/fahndung-im-krankenstand-was-haltet-ihr-von-den-regierungsplaenen-58481308

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