Jetzt Live
Startseite Leben
Gesundheit

Digital-Detox: Die Feierabend-Entgiftungskur

helena-lopes-459331-unsplash.jpg unsplash
Brich deine alltägliche Routine und starte bewusst eine digitale Entgiftungskur. 

Die Grenze zwischen der privaten und beruflichen Smartphone-Nutzung ist fließend und häufig arbeiten die Österreicher und Österreicherinnen auch in der Freizeit oder im Krankenstand. Zeit sich aktiv für eine digitale Entgiftungskur zu entscheiden und vor allem nach der Arbeit Aktivitäten abseits der digitalen Welt nachzugehen.

Der Alarm am Smartphone läutet. Zwei Mal wird er mit weiteren fünf Minuten vertröstet, doch er lässt einfach nicht locker. Das Handy gegen die Wand schmeißen ist auch keine Lösung, denn sind die Babykatzen-Videos und die niemals endenden Diskussionen der 40 WhatsApp-Gruppenchats einmal weg, dann hat doch unser aller Leben keinen Sinn mehr. Es gibt nur eine Möglichkeit: Alarm ausschalten, Augen offen halten und schlaftrunken auf das Display starren, während Urlaubsfotos, Animationen und Werbeeinschaltungen im Schnelldurchlauf vorbeirauschen.

Das Smartphone darf sogar mit zur Morgentoilette und unter der Dusche darf die musikalische Untermalung natürlich keinesfalls fehlen. Während man auf dem Weg zur Arbeit auf den Lift wartet, starrt man auf das Display, öffnet und schließt willkürlich APPs die einem gerade unter die Finger kommen, nur um den Personen im näheren Umkreis keinen Grund für Augenkontakt und somit für einen Austausch am frühen Morgen zu liefern.

Geschafft! Endlich bei der Arbeit angekommen, wird das Handy für die nächsten 13 Minuten vom größeren Bruder, dem Computer, abgelöst. Einer Studie des Instituts für Managementwissenschaften der TU Wien zufolge, schauen wir 84 Mal am Tag auf das Handy. Das bedeutet, dass wir in wachen Stunden ungefähr alle 13 Minuten einen Blick auf das Display werfen - 44 Mal am Tag ist das Smartphone dabei entsperrt.

‚Bing‘ - You‘ve got a mail

Die Grenze zwischen der privaten und beruflichen Handynutzung verschwimmt, denn viele Österreicher und Österreicherinnen benutzen ihr Diensthandy auch für private Zwecke oder laufen sogar mit zwei Smartphones durch die Gegend. Jeder dritte Österreicher arbeitet in der Freizeit, im Urlaub oder sogar im Krankenstand.

Während eine Hand voll Smartphone-Nutzer es schaffen, den rechteckigen Begleiter zur Seite zu legen und erst am Montag wieder einen Blick in die Mailbox zu riskieren, setzt der kleine Briefumschlag am oberen Rand des Displays den Rest mächtig unter Druck. Er schreit regelrecht danach geöffnet zu werden. Zwar kann es sich auch um ein SPAM handeln oder um die Info der Geschäftsassistenz die mitteilen möchte, dass schon wieder die Bürotür die ganze Nacht über offen war. Die Nachricht zu ignorieren benötigt oft mehr Kraft als dem inneren Druck einfach nachzugeben und auch im wohlverdienten Urlaub die E-Mail zu beantworten.

Wer sich selbst und das Mobilgerät in der Freizeit nicht abschalten kann, setzt die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit aufs Spiel. Firmen wie Volkswagen haben das Problem mit der ständigen Erreichbarkeit erkannt und blocken daher täglich ab 18 Uhr sowie an den Wochenenden den Mail-Eingang der Angestellten.

Was sieht das österreichische Gesetz beim Thema Erreichbarkeit vor?

Ständige Erreichbarkeit macht krank. Prinzipiell darf das Diensthandy nach der Arbeit oder am Wochenende ausgeschalten werden. Es sei denn, eine sogenannte Rufbereitschaft ist im Arbeitsvertrag vereinbart. Diese darf jedoch außerhalb der Arbeitszeit nur an 10 Tagen pro Monat vereinbart werden. Die Mitarbeiter können ihren Aufenthaltsort selbst wählen, müssen sich jedoch für den sofortigen Arbeitseintritt bereithalten.

Digital-Detox: Regelmäßiger Abstand vom Handy macht glücklich

Ob zwischen Freunden, Ehepartnern, Chef und Angestellte oder Kollegen und Kolleginnen - ein bisschen Abstand tut jeder Beziehung gut. Und so ergeht es auch dem innigen Verhältnis zwischen Smartphone und Nutzer. Am Anfang empfiehlt sich daher eine kleine digitale Entgiftungskur. Denn wie die TU Wien herausgefunden hat, sind Personen, die das Handy weniger nutzen, einfach zufriedener. Hier ein paar Tipps, wie der Einstieg ins Digital-Detoxing gelingt!

7 Tage Digital-Feierabend-Detox

Aufgerufen am 21.04.2019 um 12:20 auf https://www.salzburg24.at/leben/gesundheit-digital-detox-die-feierabend-entgiftungskur-64922908

Kommentare

Mehr zum Thema