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Goldmünzen – Welche Unterschiede gibt es?

Münzen NEU.png pixabay
Beim Verkauf von Goldmünzen ist auf die Seriosität der Händler zu achten.

Dass Gold eine populäre Form der Anlage ist, ist nichts Neues mehr. Etliche Bürger besitzen Gold in verschiedenen Formen, um sich finanziell abzusichern. Denn der Wert von Gold steigt seit langer Zeit beständig und ist vor allem in Krisen, dann wenn Aktien und Co. in den Keller fallen, beliebt.

Zur Auswahl stehen neben Goldschmuck und Zahngold, das in vielen Haushalten vorliegt, die Investitionen in Barren oder Münzen. Unter den Münzen gibt es noch einmal mehrere Unterscheidungen: Anlage-, Sammler- und Umlaufmünze sind manche von ihnen.

Wo unterscheiden sich verschiedene Goldmünzen und welche sollte man als Anlage kaufen oder zum Gewinn verkaufen?

Goldmünzen

Gold wurde in der Menschheitsgeschichte schon immer ein besonderer Wert zugeschrieben. Neben dekorativem Schmuck wurden Münzen daraus geprägt, um sie als Zahlungsmittel zu verwenden. Die erste Währung aus Gold wurde 1873 in dem damaligen Deutschen Reich eingeführt. 1900 beschloss die USA den Gold Standard Act. Damit haben sie ihre Währung an das Gold gebunden und dem Edelmetall einen festen Dollarwert zugeteilt. 1971 wurde diese Verbindung wieder gelöst. Ohne einen festen Umtauschkurs mit Dollarbindung stieg der Preis von Gold ab da stetig an.

Gold hat also einen Eigenwert, seinen Materialwert. Nutzen wir es als Münze, hat es zeitgleich einen Nennwert, also die Zahl, die auf der Münze angegeben ist. Von damals bis heute wurden etliche Goldmünzen für verschiedene Währungen, in verschiedenen Reinheitsgraden und aus verschiedenen Zwecken geprägt. Wenn man heute gewinnbringend Goldmünzen verkaufen möchte, muss man sich damit auseinandersetzen, welche Art von Goldmünze man besitzt, und wie hoch ihr Wert dementsprechend ist.

Umlaufmünzen

Umlaufmünzen beschreiben die Münzen, die tatsächlich für den Zahlungsverkehr geprägt wurden. Je nachdem, ob sie vor oder nach 1800 geprägt wurden, sind sie steuerbefreit und können als Anlagegold genutzt werden (nach 1800). Ab diesem Zeitpunkt haben die Münzen, nämlich einen Mindestfeingehalt von 900. Dadurch bestehen 900 Anteile von 1000 des Münzengewichts aus Gold.

Eine Umlaufmünze, die diesen Mindestgehalt von reinem Gold hat, kann also zeitgleich auch eine Anlagemünze sein. Ein Beispiel dafür ist die Eagle-Goldmünze mit einem 25 Dollar Nennwert aus den USA. Aber auch unter diesem Reinheitsgrad sind Umlaufmünzen wertvoll und können beim Verkauf hohe Gewinne erzielen.

Gedenkmünzen

Gedenkmünzen sind eine Art Sonderedition von Umlaufmünzen. Sie sind nicht für den Umlauf gemacht, weil sie nur in limitierter Ausgabe geprägt werden. Anlass dafür sind Ereignisse wie Jubiläen (z. B. Jubiläum 25 Jahre Mauerfall). Als Sammlermünze kann ihr Wert den reinen Materialwert übersteigen.

Historische Münzen

Historische Münzen sind ehemalige Umlaufmünzen, die heute nicht mehr als Zahlungsmittel genutzt werden. Dementsprechend wäre die deutsche Mark heute eine historische Münze und der Euro eine Umlaufmünze.

Auch wenn Anlagemünzen einen höheren Goldgehalt haben, können Umlaufmünzen, vor allem als historische Münze, einen höheren Wert haben, wenn sie gefragte Sammlerstücke sind.

Anlagemünzen

Regulär werden Anlagemünzen nicht für den Zahlungsverkehr geprägt. Sie werden von vorne rein hergestellt, um als Anlage genutzt zu werden. Die EU-Richtlinien geben vor, welche Eigenschaften eine Anlagemünze haben muss, um als solche zu gelten:

mindestens 900 Tausendstel Feinheit
nach 1800 geprägt
sind oder waren gesetzliches Zahlungsmittel in ihrem Ursprungsland
werden in der Regel nicht mit über 80 % ihres Goldwertes (Offenmarktwert) verkauft

Eine vollständige Liste findet man in dem jährlichen Amtsblatt der EU.

Als Anlagemünze ist die Münze von der Steuer befreit und sichert uns gegen Währungsrisiken ab. Da sie den höchsten Materialwert haben, sind sie tendenziell die beste Anlageform von Goldmünzen.

Goldmünzen verkaufen

Goldmünzen können bei seriösen Gold- und Edelmetallhändlern verkauft werden. Dort wird die jeweilige Münze auf ihre Echtheit überprüft. Entsprechend ihres Gewichtes und ihres Reinheitsgrads wird anhand der aktuellen Goldpreise der Ankaufswert ermitteln.

Am besten lässt man sich durch mehrere Angebote Kaufpreise vorschlagen. Bei Sammlermünzen lohnt es sich außerdem, online nach Sammlerbörsen zu suchen. Hier findet man heraus, ob eine spezifische Münze einen Sammlerwert hat, der über ihrem Materialwert liegt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.12.2021 um 05:36 auf https://www.salzburg24.at/leben/goldmuenzen-welche-unterschiede-gibt-es-112508266

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