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Gut gepackt ist halb verreist

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Mit dem Auto in Urlaub? Das kann je nach Verkehrslage sehr entspannt sein oder in Stress ausarten. 

Mit dem Auto in Urlaub? Das kann je nach Verkehrslage sehr entspannt sein oder in Stress ausarten. Mit folgenden Tipps ist zumindest das Packen kein Problem mehr.

Vorfreude ist die schönste Freude: Viele Salzburger sind aktuell dabei, ihren nächsten Urlaub zu planen. Spanien, Griechenland und Ägypten stehen ganz oben auf der Liste der Reiseziele für 2020. Und im Zuge des wachsenden Umweltbewusstseins überlegen immer mehr Österreicher, bei Reisezielen innerhalb Europas auf das Auto oder den Zug als Reisemittel auszuweichen, statt zu fliegen. Und das betrifft zahlreiche Urlauber: Mehr als 75 Prozent wollen laut dem Ruefa Reisekompass 2020 in Europa oder ins benachbarte Ausland verreisen. Ein Roadtrip steht für entspanntes Reisen mit einem Gefühl von Freiheit und Spontanität. Doch die Realität sieht leider oft anders aus. Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, steht vor zahlreichen Herausforderungen: Häufig fängt es schon damit an, dass man deutlich mehr Gepäck mitnimmt als auf einer Zug- oder Flugreise. Doch wer planlos packt, verschenkt meist Stauraum - und schafft unbeabsichtigt ein zusätzliches Risiko im Straßenverkehr.

Beschränkung auf das Notwendige und wenig Lücken zwischen den Gepäckstücken

Wir wissen es alle: Das vierte Paar Schuhe braucht es auf Reisen eigentlich nicht. Und meist packt man auch zu viel Kleidung ein. Wer beim Packen ehrlich zu sich selbst ist und sich auf das wirklich Notwendige beschränkt, der ist am Ende mit weniger Stress unterwegs. Falls doch mal etwas fehlt, kann man es in der Regel am Urlaubsort nachkaufen - und hat so im besten Fall gleich ein Souvenir. Kleiner Packtipp nebenbei: Rollen ist besser als Falten. Gerollte Kleidungsstücke nehmen weniger Platz weg und füllen Lücken im Koffer besser aus.

Alles sicher verstauen

Beim Beladen des Autos ist es am besten, zunächst alle Gepäckstücke vor dem Auto zu sammeln, um einen besseren Überblick zu haben. Ganz wichtig: Schwere Sachen zuerst einladen! Bei einer scharfen Bremsung werden vor allem die oberen Gegenstände schnell zum lebensgefährlichen Geschoss. Ungesicherte Ladung schießt bei einem Frontalzusammenstoß mit dem 30- bis 50-fachen seines Eigengewichts nach vorne in den Passagierraum. Das gilt für ein Fahrttempo von nur 50 Stundenkilometern - bei höheren Geschwindigkeiten wird es entsprechend noch gefährlicher. Daher sollten oben vor allem leichte Gegenstände gelagert werden. Je weniger die Ladung umherrutschen kann, desto besser. Grundsätzlich sollte man aber nicht bis unters Dach stapeln: Das senkt die Gefahr, dass Gepäck bei einer Bremsung nach vorn fliegt. Außerdem ist dann die Sicht nach hinten nicht eingeschränkt.

Dach und Anhängerkupplung nutzen

Optimal gepackt und trotzdem nicht alles untergebracht? Dann heißt es, zusätzlichen Stauraum schaffen: Eine Dachbox oder Anhängerkupplung können helfen, wenn es mal wieder mehr Gepäck ist als geplant. Gerade Sportgeräte wie Ski oder Surfboards lassen sich in einer Dachbox gut und sicher transportieren. Doch auch die Dachbox belädt man idealerweise mit relativ leichten Gegenständen - schweres Gepäck auf dem Dach macht das Auto in Kurven unsicherer. Wer eine Dachbox verwendet, sollte zudem die Befestigung nach einigen Kilometern Fahrt überprüfen und eventuell noch einmal nachziehen. Für Fahrräder bietet sich ein Fahrradträger an, der sich mit wenigen Handgriffen auf einer Anhängerkupplung befestigen lässt. Keine Anhängerkupplung vorhanden? Kein Problem, denn diese lässt sich bei Bedarf ebenfalls schnell nachrüsten. Wichtig ist, dass das Autokennzeichen trotz Anhängerkupplung noch zu sehen ist, ansonsten muss ein Kennzeichen für den Fahrradträger her.

Nicht überladen

Gerade bei längeren Familienurlauben besteht die Gefahr, dass man das Auto überlädt - das kann gefährlich und außerdem teuer werden. Doch auch, wenn die Beladung noch im gesetzlichen Rahmen liegt: Der Bremsweg und das Verhalten des Fahrzeugs beim Lenken und Beschleunigen verändern sich durch das zusätzliche Gewicht in jedem Fall. Als Fahrer ist es empfehlenswert, nicht gleich mit Vollgas loszustarten, sondern langsam zu beginnen, um die eigene Fahrweise auf das voll beladene Auto einstellen zu können. Ebenfalls wichtig: den Reifendruck prüfen! Bei mehr Gepäck muss der Reifendruck höher sein als normalerweise. Entsprechende Informationen dazu findet man entweder auf der Innenseite des Tankdeckels oder im Handbuch des Autos. 

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 24.02.2020 um 02:51 auf https://www.salzburg24.at/leben/gut-gepackt-ist-halb-verreist-83124337

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