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Skurriles Gesetz

Hochzeitskleid gezeigt: Vater verurteilt

Hohe Geldstrafe für 50-Jährigen in Tadschikistan

symb_hochzeitskleid symb_hochzeit Pixabay
Der stolze Vater hat der Kleider der Braut vor der Hochzeit herumgezeigt und wurde dafür vom Gesetz bestraft. (SYMBOLBILD)

Weil er das Brautkleid seiner Tochter mehreren Leuten vor der Hochzeit zeigte, muss ein Lehrer in Tadschikistan in Zentralasien eine hohe Geldstrafe zahlen. Mehr als 30 Verwandte und Nachbarn seien zu der Vorführung gekommen, berichteten tadschikische Medien am Montag in der Hauptstadt Duschanbe.

Der 50-jährige Vater habe den Tisch in einem Haus eines Dorfes festlich gedeckt und alles mit der Kamera aufnehmen lassen. Die Videos und Fotos sind ihm nun zum Verhängnis geworden: Ein Bezirksgericht nahm sie als Beweis und verurteilte den Lehrer zu umgerechnet 420 Euro - eine hohe Summe in dem armen Land.

Gegen Gesetz verstoßen

Die Richter urteilten demnach, dass der Mann gegen das Gesetz verstoßen hat. So ist es in der islamisch geprägten Republik etwa verboten, das Hochzeitskleid oder den Anzug des Bräutigams in großer Runde vor der Trauung zu zeigen und das mit Freunden zu feiern.

Die Behörden wollen nach eigenen Angaben mit dem Gesetz erreichen, dass die Menschen "weniger unnötige Ausgaben" haben und die Armut somit geringer wird. Präsident Emomali Rachmon regiert Tadschikistan autoritär. Unklar war zunächst, wer den Lehrer angezeigt hat.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 21.01.2021 um 11:53 auf https://www.salzburg24.at/leben/kurios/hochzeitskleid-gezeigt-vater-in-tadschikistan-verurteilt-96987250

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