Jetzt Live
Startseite Lifestyle
Faschingsdienstag

Salzburgs Narren marschieren auf

Wir suchen die besten Bilder!

Die Narrenzeit erreichte am Faschingsdienstag ihren Höhepunkt. Salzburgs Faschingsfans verkleideten sich und schlüpften bei den zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land für kurze Zeit in andere Rollen. Wir zeigen euch hier die besten Faschingsfotos! In diesem Sinne: He-Muh!

Zahlreiche Faschingspartys krönten am Dienstag den Höhepunkt der fünften Jahreszeit in Salzburg. Unsere Fotografen waren natürlich fleißig unterwegs. Die besten Bilder findet ihr in unseren Fotoblog auf der Party- und Eventseite. Außerdem zeigen wir auch eure Faschingsfotos in einer Bilderserie. Schickt uns eure besten Bilder an redaktion@salzburg24.at oder via Facebook zu. Wir freuen uns!

 

Fasching geht auf Mittelalter zurück

Die Faschingszeit hat einen unerwarteten Ausgangspunkt: Das christliche Brauchtum. Zog man früher römische Saturnalien und Lupercalien oder auch germanische Riten in Betracht, so sind dies heute Feste des Mittelalters. "Vaschanc" stand im 13. Jahrhundert in unseren Breiten für den letzten Ausschank von Alkohol vor der einst viel strenger eingehaltenen Fastenzeit.

Die Grundidee des Faschings war ursprünglich, dass die sozialen Verhältnisse einmal im Jahr verkehrt werden. Da konnte plötzlich der einfache Bürger Kaiser sein. Dieser Gedanke ist den meisten heute nicht mehr bekannt. Für diese Ansicht spricht, dass es in der Kirche des Mittelalters immer wieder "Narrenfeste" um den 6. Jänner gab, bei denen "kleine" Kleriker Rang und Privilegien der Bischöfe übernahmen, ein Kinderbischof gekürt und sogar ein Pseudopapst bestimmt wurde, während die Bewohner von Städten in Prozessionen daran teilnahmen.

Zu den eigentlichen Karnevalstagen waren Narren- oder Eselsmessen weitverbreitet. Dieser Brauch erinnerte ursprünglich an die Flucht der Jungfrau Maria nach Ägypten, wobei ein junges Mädchen mit einem Kleinkind auf einem Esel durch den Ort zur Kirche geführt wurde, wo es einen Gottesdienst gab. Mit der Zeit entwickelte sich daraus ein ausgelassenes Narrenfest mit Messbesuchern in Tierkostümen und Tierlauten als Gesängen.

Versuche der kirchlichen Obrigkeit, das zu verbieten, verliefen im Sand. Nur das Überschreiten der Fastnachts-Feiern nach dem Fastenbeginn wurde von der Kirche streng geahndet.

Letzte "Sünde" vor der Fastenzeit

Auch die Herkunft der Faschingskrapfen scheint geklärt: Die Fastenzeit wurde früher weit strenger gehalten, wobei man außer auf Fleisch auch auf andere tierischen Produkte verzichtete. Eier- und Schmalzvorräte mussten somit vor Aschermittwoch aufgebraucht werden - wofür der Krapfen eine willkommene Möglichkeit bot. Die in Schmalz gebackenen Süßwaren spendeten viel Energie, die für die Tanzveranstaltungen, Partnersuchen und Hochzeiten dieser Zeit notwendig war, und drücken bis heute Sinnlichkeit und Lebensfreude aus.

 

(APA)

Aufgerufen am 24.03.2019 um 10:22 auf https://www.salzburg24.at/leben/lifestyle/fasching-nahm-im-mittelalter-seinen-anfang-50618887

Kommentare

Mehr zum Thema