Jetzt Live
Startseite Lifestyle
Lifestyle

Hautpflege im Winter: Das hilft gegen trockene Haut

pexels-andrea-piacquadio-3764013.jpg pexels

Wenn der Schnee leise rieselt, die Seen zufrieren und die Eiszapfen an den Regenrinnen hängen – dann ist es an der Zeit, sich dick einzupacken und vor der Kälte zu schützen. Dabei solltet ihr auch eure Haut nicht vergessen: Mit der richtigen Hautpflege lässt sich diese vor Trockenheit und Juckreiz bei Kälte schützen.

Warum ist im Winter mehr Hautpflege notwendig?

Die teilweise massiven Temperaturunterschiede in der kalten Jahreszeit können Spuren auf der Haut hinterlassen. Sie neigt zu roten, rissigen Stellen und Hautunreinheiten. Denn nicht nur die Heizungsluft ist trocken, auch eiskalte Luft speichert wenig Feuchtigkeit.

Ist es sehr kalt, produziert die Haut weniger Lipide (Fette), die unter anderem dabei helfen, den Feuchtigkeitsverlust zu verringern – und gleichzeitig wird die Haut schlechter durchblutet. Die Blutgefäße verengen sich, um die Wärme innen zu halten. In der Folge gelangen Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr bis in den letzten Winkel und die Barriere der Haut wird geschwächt. Darum ist es wichtig, die Hautpflege im Winter auf die Gegebenheiten abzustimmen.

Hautpflege bei Kälte: So kommen Sie gut durch den Winter

Fehlt der Fettfilm auf der Haut, verdunstet das Wasser auf der Hautoberfläche schneller. Diesen Feuchtigkeitsmangel gilt es auszugleichen, am besten mit Produktsubstanzen, die die Feuchtigkeit binden. Dazu gehören zum Beispiel Urea, Glycerin, aber auch Aminosäuren wie Lysin oder Alanin. Vor allem leicht rissige Hautpartien wie die Ellenbogen oder Fußballen solltet ihr mit stark rückfettenden Produkten behandeln.

Gleiches gilt für die Hände, die der Kälte besonders stark ausgesetzt sind und dadurch austrocknen können. Das hat kleine Risse zur Folge, durch die es zu Infektionen kommen kann. Eine reichhaltige Handcreme, das Tragen von Handschuhen und gelegentlich eine Massage mit reichhaltigem Öl, beispielsweise Mandel- oder Arganöl, sind für eure Hände die richtige Hautpflege im Winter.

Do’s and dont’s bei der Gesichtspflege im Winter

Neben den Händen braucht vor allem das Gesicht besonders viel reichhaltige Hautpflege bei Kälte. Denn auch Backen, Nase sowie Stirn sind der Winterluft ausgesetzt und brauchen ausreichend Feuchtigkeit in der kalten Jahreszeit, um die Hautbarriere aufrechtzuerhalten. Dabei ist es wichtig, den Tagesablauf miteinzubeziehen: Haltet ihr euch viel in geschlossenen Räumen mit Heizungsluft auf? Oder seid ihr auch draußen an der frischen Luft unterwegs? Ist letzteres der Fall braucht ihr noch reichhaltigere Pflege, am besten mit Lichtschutzfaktor.

Wenn ihr euch über längere Zeit draußen aufhaltet und es sehr kalt ist, kann sogar eine spezielle Kältecreme sinnvoll sein. Diese spezielle Hautpflege bei Kälte sind stark fetthaltig und bilden einen Schutzfilm auf der Haut. Daher sollten diese Cremes, sobald ihr nach Hause kommt, wieder vorsichtig mit einem Reinigungstuch entfernt werden. Sonst kann es zu einem Hitzestau kommen. Zudem sollten sie nicht auf Dauer verwendet werden, da sie die Poren verstopfen können.

Ein besonderes Augenmerk solltet ihr zudem auf die Pflege der Lippen legen, damit diese nicht rissig werden. Die Haut an den Lippen ist nämlich deutlich dünner als die restliche Haut und braucht daher eine besondere Hautpflege bei Kälte. Eine reichhaltige und natürliche Lippenpflege leistet hier gute Dienste. Vor allem, wenn ihr zusätzlich darauf achtet, die Lippen nicht mit der Zunge zu befeuchten. Denn das trocknet die feine, sensible Lippenhaut noch mehr aus.

Wer sich gerne schminkt, trägt am besten eine gute Feuchtigkeitscreme vor dem Make-up auf und lässt diese ausreichend einziehen. Das gibt der Haut eine gute Grundlage und das Make-up schützt zusätzlich. Um die Haut nicht zu sehr zu belasten, sollte es vor dem Schlafengehen immer mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden.

Sonnenschutz gehört zur Hautpflege im Winter

Auch wenn Winter ist, solltet ihr die Sonne nicht unterschätzen – Sonnencreme gehört auch im Winter zur Hautpflege. Vor allem, wenn Schnee liegt, der die UV-Strahlen reflektiert: Das verstärkt deren Wirkung und beansprucht die Haut ganz besonders. Daher gehört Lichtschutzfaktor 50 speziell beim Skifahren, Snowboarden, Schlitten fahren oder Schneewandern unbedingt zur Gesichtspflege im Winter. Genau wie eine gute Sonnen- beziehungsweise Skibrille, um auch die empfindliche Haut um die Augen herum entsprechend zu schützen.

Die Lippen weisen übrigens einen niedrigeren UV-Schutz als die restliche Haut auf. Kälte und starke Sonneneinstrahlung machen ihnen also noch mehr zu schaffen. Spezielle Fettstifte können dem vorbeugen.

Hautpflege im Winter – trockene Haut von innen unterstützen

Winter bedeutet Stress für die Haut. Umso wichtiger ist eine optimale, lang anhaltende Feuchtigkeitsversorgung. Lipidreiche Cremes bilden eine Schutzschicht und verhindern das übermäßige Verdunsten von Feuchtigkeit. Wer allerdings unter besonders fettiger Haut oder Akne leidet, sollte bei seinen bewährten Pflegeprodukten bleiben. Denn die fettreichen Cremes können die Problematik verschlimmern. Es empfiehlt sich, den Hautarzt oder Apotheker nach geeigneten Cremes zu fragen.

Neben der Anwendung von Pflegeprodukten ist es möglich, die Haut im Winter auch von innen zu stärken. Zum einen mit ausreichend Flüssigkeit, denn viel trinken kann die Spannung der Haut positiv beeinflussen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Zum anderen sollten Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen, die reich an positiven Nährstoffen für die Haut sind. So unterstützen beispielsweise Vitamin A und C den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Daher solltet ihr bei eurer Nahrungsmittelauswahl auf gelbe und grüne Gemüsesorten wie Karotten, Aprikosen oder Spinat setzen, die reich an Vitamin A sind. Vitamin C ist unter anderem in Paprika, Zitronen oder Kartoffeln enthalten.

Generell gilt die mediterrane Küche als gut geeignet, um zur inneren Hautpflege bei Kälte beizutragen. Hier finden sich reichlich Gemüse und Obst sowie – dank Olivenöl – ein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die eine wichtige Rolle bei der Pflege trockener Haut einnehmen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.02.2023 um 01:25 auf https://www.salzburg24.at/leben/lifestyle/hautpflege-im-winter-das-hilft-gegen-trockene-haut-132978679

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel. Starte die Diskussion.

Kommentare anzeigen K Kommentare ausblenden Esc Teile uns deine Meinung mit.

Mehr zum Thema