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Mit Frauenpower Skisprungschanze in Bischofshofen hinauf

74 Läuferinnen wagen sich am Samstag in der Königsdisziplin des Red Bull 400 an die volle Distanz des wohl härtesten 400 Meter-Laufs der Welt. Auf der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen (Pongau) geht es für sie auf derselben Strecke wie jene der Herren von unten bis ganz nach oben, es warten brutale Steigungen von bis zu 79 Prozent.

Die österreichische Berglauf-Weltmeisterin Andrea Mayr kämpft als Titelverteidigerin ebenso um die schnellste Zeit auf der Schanze wie auch die italienische Skilangläuferin Antonella Confortola Wyatt und Langstreckenspezialistin Anita Waiß. Neben Ausdauer, Kraft und Wagemut brauchen die Läuferinnen für diese sportliche Herausforderung vor allem einen eisernen Wille und die Bereitschaft, bis an die eigenen Grenzen zu gehen.

Mehrfache Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr

Sie kam, lief und siegte bereits zweimal beim Red Bull 400 und schnürt auch Ende August wieder ihre Laufschuhe für das außergewöhnliche Laufevent. 2014 ließ die Oberösterreicherin Andrea Mayr ihre härteste Konkurrentin mit fast einer Minute Vorsprung hinter sich, doch damit nicht genug: Die mehrfache Berglaufweltmeisterin deklassierte auch einen Großteil des angeblich stärkeren Geschlechts und bewies mit einer überragenden Laufzeit, welche im Ranking der Herren Platz neun bedeutet hätte, dass sie in ihrem Metier eine Klasse für sich ist.

Salzburg24 Die Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr in Aktion/Philipp Schuster/Red Bull Content Pool
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Italienische Skilangläuferin Antonella Wyatt

Mit der neuen Location des Red Bull 400 sind die Karten jedoch wieder neu gemischt und auch die italienische Ausdauersportlerin Antonella Confortola Wyatt ist heiß auf den Sieg. Die 39-jährige Skilangläuferin kann Silber und Bronze bei Staffelbewerben der Nordischen Ski WM und Olympia für sich verbuchen und bestreitet jeden Sommer erfolgreich Bergläufe. „Red Bull 400 ist zwar ein kurzes Rennen, aber wenn du zu schnell startest, hast du keine Chance dich zu erholen. Deshalb muss man es ruhig angehen lassen“, weiß die ehemalige Berglauf-Vizeweltmeisterin über die richtige Taktik Bescheid.

Sprint-Distanz: Ungewohntes Terrain für Anita Waiß

Die gebürtige Weinviertlerin Anita Waiß kämpfte sich im letzten Jahr in der Königsklasse der Frauen als vierte durchs Ziel und verpasste damit nur knapp das Podium. „Ich freue mich riesig auf den Lauf und hoffe, auch in diesem Jahr wieder einige jüngere Jahrgänge hinter mir zu lassen“, so die 47-jährige, die als Langstreckenspezialistin bereits Läufe wie den Zugspitze Ultratrail oder den Ötscher Ultramarathon in den Beinen hat. Den Transalpine Run hat Anita Waiß bereits dreimal gefinisht, für Red Bull 400 verlässt sie in Bischofshofen ihr gewohntes Terrain und kämpft auf der Sprint-Distanz um eine weitere Spitzenplatzierung.

1.300 Läufer aus 22 Nationen am Start

Rund 1.300 Profi- und Amateurläufer aus 22 Nationen wollen beim Red Bull 400 in Bischofshofen die Schanze bezwingen, 134 davon sind Frauen. Während 74 Läuferinnen im Full Distance Bewerb an den Start gehen, stellen sich 60 ambitionierte Damen der sportlichen und mentalen Herausforderung in der Mixed-Staffel (zwei Damen, zwei Herren). Bei den Firefighter-Staffeln kämpfen zwei Damen um die beste Teamleistung, darunter die erste Frau mit dem Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold, Victoria Hutterer von der FF Kirchham.

Der Eintritt für Zuschauer ist frei.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.04.2021 um 11:42 auf https://www.salzburg24.at/leben/mit-frauenpower-skisprungschanze-in-bischofshofen-hinauf-48142903

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