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Roia: Multitalente und Perfektionisten

Elektronische Musik gemischt mit Alternative, eine Bandbesetzung die sich gerne mal ändert und Live-Shows mit einem Visual Jockey: Bei der Band Roia wird schnell klar, hier handelt es sich um keine alltägliche Band.

Das Wort Roia kommt aus dem Persischen und bedeutet Traum, was den Sound der drei Salzburger eigentlich passend beschreibt.

Musik abseits der Norm

Atmosphärisch, düster und verspielt: Roia verstehen es, sich abseits der Norm zu bewegen. Sie schaffen es, schöne Klanggebäude zu erstellen, die sie, wenn ihnen danach ist, mit einem Schlag auch wieder zusammenstürzen lassen, nur um dann erneut den Weg in melodischere Parts zu finden. Die eigene Gestaltungsfreiheit ist den Musikern also besonders wichtig. Für Auftritte greifen die Drei auf andere Musiker zurück, um die eigenen Ideen auch auf der Bühne umsetzen zu können. Um die Roia-Erfahrung dem Publikum bestmöglich vermitteln zu können, stimmen sie ihre Auftritte mit einem Visual Jockey ab, also einem Künstler, der für Lichteffekte zuständig ist. Trotz dem damit vorgegebenen Rahmen findet die Band dabei immer noch Zeit für offene Teile, welche zum Jammen einladen.

Roia geben ungern Zügel aus der Hand

Ob beim Schreiben der Songs, dem Designen des Albumcovers oder der Planung und Umsetzung eines Musikvideos, Roia geben nur ungern die Zügel aus der Hand. Dabei kann es auch durchaus passieren, dass sie gerne mal von der Bildfläche verschwinden und sich für einen längeren Zeitraum im eigenen Studio verkriechen. Im kreativen Prozess werden dann Songs geschrieben, wieder verworfen oder umgestaltet. Damit nicht totales Chaos dabei herrscht, ist es Roia wichtig, demokratische Züge in das Songwriting einzubringen. „Es ist wichtig offen zu sein und zu sagen, was man denkt, sonst funktioniert diese Arbeit nicht", so Dorian im Interview. Am Ende steht dann ein Tonträger, mit dem sie auch wirklich zufrieden sind. Dafür nehmen sich Roia alle Zeit, so kam es schon mal vor, dass ein CD-Release-Termin abgesagt wurde, weil die Band mit dem Endprodukt nicht zu 100 Prozent zufrieden war. Diese Hartnäckigkeit macht sich bezahlt, für die Produktion des Albums „Suitcase Affair" bekamen Roia eine Förderung des österreichischen Musikfonds.

Roia sind Perfektionisten

Nicht nur in der Musik, auch in der visuellen Umsetzung machen Roia vieles selbst. Die Cover der letzten beiden Alben haben sie selbst gestaltet, auch den Videodreh wollen sie bis zum Schnitt mitbestimmen. „Solange wir nicht zu nervig werden, es kann durchaus sein, dass man uns während des Schneidens des Videos rauswirft", erzählt Sängerin Nina lachend. Roia sind eben echte Perfektionisten, auch das Booking ihrer Shows machen sie übrigens selbst.

Neues Album im Herbst

Dem Schreiben von neuen Songs geben sich Roia zurzeit hin, sie arbeiten an ihrem dritten Album, welches im Herbst erscheinen soll. Nach einer CD-Release-Show in Salzburg sind einige Tourstopps in Österreich geplant.

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(Quelle: S24)

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