Jetzt Live
Startseite Musik
Musik

Song Contest als "Green Event": Nachhaltigkeit statt Dekadenz

Umweltminister Andrä Rupprechter und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. APA/Fohringer
ABD0070_20150216 - WIEN - ?STERREICH: (v.l.) Umweltminister Andr? Rupprechter (?VP) und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Montag, 16. Februar 2015, anl. der PK "Eurovision Song Contest erstmals als Green Event" in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER

Der Jubiläums-Song-Contest in Wien soll als erster Öko-ESC in die Geschichte eingehen: So wird die musikalische Großveranstaltung erstmals nach internationalen Kriterien als "Green Event" abgehalten. Es gehe um "Unterhaltung mit Haltung", unterstrich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Montag bei der Präsentation des Vorhabens im neuen grünen Hochhaus der TU Wien.

Ziel ist, den CO2-Fußabdruck der Veranstaltung möglichst klein zu halten.

Okö-Strom, Tickets als Fahrkarten und ESC-Taschen

So verwendet man ausschließlich Ökostrom, versucht die Besucher in die Öffis zu lotsen, indem die Tickets auch als Fahrscheine gelten und produziert die ESC-Taschen aus Recyclingmaterial. Auch Dekomaterialien wie Planen werden nach dem ESC für Sozialprojekte zur Verfügung gestellt, die daraus etwa Taschen erarbeiten können. Die Teppiche in der Anlage werden ebenso recycelt wie das Catering auf lokale und Bioprodukte setzten wird. So werden Getränke ausschließlich in Mehrwegbechern ausgegeben und Dosen nicht zum Einsatz kommen.

Song Contest in Wien. "Masse mit Klasse"

Die Schirmherrschaft für diese Orientierung an den Kriterien des österreichischen Umweltzeichens übernimmt das Umweltministerium unter Ägide von Ressortchef Andrä Rupprechter (ÖVP). Er sei froh, dass der ORF mit seinen Ambitionen auf die "Königsklasse" ziele, unterstrich Rupprechter: "Es ist die einmalige Gelegenheit, der internationalen Musikwelt zu beweisen, dass Masse mit Klasse geht." Die Botschaft, die man damit aussende, sei: "Mach auch dein Leben zum Green Event."

Über den engeren Bereich der Umweltaktivitäten hinaus möchte man auch bei der Inklusion von Behinderten Maßstäbe setzen, weshalb die gesamte Veranstaltung barrierefrei sein soll. Auf dem zweiten Tonkanal wird der Event für sehbehinderte Menschen übersetzt. Und im Internet wird man zeitgleich zum ESC unter dem Titel "Eurovision Sign" die Veranstaltung in die internationale Gebärdensprache übertragen, wobei die Musik von speziellen Dolmetschern in Bewegungen umgesetzt wird, um ein Gefühl für die Songs zu entwickeln.

Wien will Vorreiterrolle übernehmen

Nach dem Ende des 60. Song Contests im Mai will man dann einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen. Dieser soll künftigen Ausrichterstädten als Leitfaden dienen. (APA)

Links zu diesem Artikel:

Aufgerufen am 18.01.2019 um 01:58 auf https://www.salzburg24.at/leben/musik/song-contest-als-green-event-nachhaltigkeit-statt-dekadenz-46545907

Kommentare

Mehr zum Thema