Jetzt Live
Startseite Musik
Musik

Song Contest: Diese Kandidaten kämpfen um österreichisches Ticket

Der Vorentscheid startet am Freitag, 20. Februar auf ORF1. ORF
Der Vorentscheid startet am Freitag, 20. Februar auf ORF1.

Nach dem Sieg von Conchita Wurst in Kopenhagen wird der Songcontest 2015 in Wien ausgetragen. Wer Österreich auf heimischer Bühne vertritt, wird ab Freitag im  heimischen Vorentscheid "Wer singt für Österreich?" im ORF entschieden. 16 Acts stehen zur Auswahl, darunter auch zwei Salzburger Bands. Hier lernt ihr alles Kandidaten kennen.

Celina Ann

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Die gebürtige Wienerin (23) steht mit familiärer Unterstützung auf der Bühne: Ihre Mutter unterstützt sie als Background-Sängerin und ihr Freund begleitet sie am Klavier. Sollte sie es unter die sechs Acts schaffen, die in den weiteren "Wer singt für Österreich?"-Shows auftreten, würde sie sich wünschen, dass auch ihr Vater mit seinem Saxofon ein Teil ihrer Band wird. Dass sie am österreichischen Sing Contest-Vorentscheid teilnimmt hat sie, wie sie sagt, "noch nicht an die große Glocke gehängt".

In der ersten Show wird sie mit „I Never Loved a Man“ einen Song ihres großen Vorbilds Aretha Franklin präsentieren.

Clara Blume

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Clara Blume steht für Internationalität. Aufgewachsen mit einer spanisch-deutschen Mutter und einem holländisch-indonesischen Vater zog sie mit 17 Jahren nach Madrid, wo sie unter anderem eine Gesangsausbildung machte und abends in Jazzclubs jobbte. Nach ihrer Rückkehr nach Österreich gründete sie eine Plattform für heimische Musiker, seit zehn Jahren steht sie mit ihren eigenen Songs auf der Bühne. Ihre Musik ist so vielschichtig wie ihre musikalischen Vorbilder: Diese reichen von den Foo Fighters über Tori Amos bis hin zu Mariah Carey. Für die ESC-Ausscheidung hat sich Clara Blume mit „Love & Starve“ für einen Titel entschieden, den sie - wie alle ihre Songs - selbst geschrieben hat.

Dawa

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

International sei es nicht so bekannt, dass die österreichische Musiklandschaft sehr breit aufgestellt sei - "auch abseits von Falco und der EAV." "Es ist wichtig nach außen zu tragen, dass es gute Musik aus Österreich gibt", findet Barbara, die gemeinsam mit John 2010 die Band gegründet hat. Später sind noch Laura (Cello) und Onuwama (Beats) hinzugekommen. Sollten sie gewinnen und Österreich beim ESC vertreten, so wollen sie auf jeden Fall mit einem englischen und nicht mit einem deutschen Song antreten.

Die Jury wollen die Musiker in der ersten Show mit „On the Run“ überzeugen.

Folkshilfe

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

„Popmusik mit einer anderen Besetzung“, so beschreiben die drei Oberösterreicher von Folkshilfe ihren Mix aus Volks- und Popmusik. Mathias Kaineder, Florian Ritt und Gabriel Haider haben vor zwei Jahren angefangen, gemeinsam Musik zu machen, und sind mittlerweile weit über das Mühlviertel hinaus bekannt. Ihre Teilnahme an der ESC-Vorausscheidung war nicht zuletzt dem heurigen Motto „Building Bridges“ geschuldet. „Wir wollen verschiedene Musikrichtungen verbinden, der Kontext passt daher sehr gut zu unserer Band“, erklärten die drei Musiker unisono. Zur Vorausscheidung treten sie mit dem Song „Seit a poa Tog“ an.

Die Band Folkshilfe tritt mit dem Song "Seit a poa Tog" an.

Johann Sebastian Bass

FOTO: APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
FOTO: APA/ORF/MILENKO BADZIC

Mit ihren weißen Perücken und der "noblen Blässe" stechen die Bandmitglieder von Johann Sebastian Bass zunächst optisch aus der Menge ihrer Mitbewerber hervor. Aber auch musikalisch können sie punkten und machen ganz deutlich, dass ihre Mischung aus Elektropop und barockem Prunk auf einem soliden Fundament steht. "Das Ziel ist zu gewinnen, man gibt sein Bestes", gaben sie sich vor ihrem Auftritt beim Vorentscheid selbstbewusst, stellten aber auch direkt klar, dass sie sich für den Song Contest nicht "verkaufen" wollen.

Beim ESC-Vorentscheid performen sie ihren Song „Heart of Stone“.

Kathi Kallauch

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Kathi Kallauch (26) kämpft vor ihren Auftritten immer mit Aufregung. Das Gefühl danach sei jedoch "unbeschreiblich", schwärmt die Wienerin mit deutschen Wurzeln. "Sobald ich anfange zu singen, ist die Aufregung weg und ich genieße es, auf der Bühne zu stehen." Sie ist seit Jahren großer Song Contest-Fan und freut sich sehr über die ESC-Euphorie in Österreich: "Als Conchita Wurst gewonnen hat, habe ich geweint", berichtet sie.

„Das Leben ist zu kurz“ heißt der Song, mit dem sie sich den Weg auf die Song Contest-Bühne ebnen will.

Kommando Elefant

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Für FM4-Hörer ist die Band Kommando Elefant keine unbekannte Größe. Den Eurovision Song Contest-Vorentscheid sehen sie als "gute Möglichkeit, die eigene Musik einem größeren Publikum zu präsentieren", wie Leadsänger Alf im Interview erzählt. Wäre man jedoch nicht auf sie zugekommen, so wären sie "nie und nimmer auf die idee gekommen", sich für den Vorentscheid zu bewerben, ergänzt Thorsten.

Kommando Elefant treten am 20. Februar mit „Mein Design fürs Leben“ auf.

Lemo

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Der 29-jährige Grazer macht seit vielen Jahren Musik und hat schon einige Bandprojekte hinter sich. Durch seine Ausbildung zum Tontechniker bekam er schließlich seinen eigenen Zugang zur Popmusik. Seine Debütsingle „Vielleicht der Sommer“ wurde gleich zum Sommerhit. Er schreibt seine Texte auf Deutsch, auch weil es ihm damit gelingt, „eine unmittelbare Verbindung zum Publikum“ herzustellen. An volle Hallen ist Lemo gewöhnt, trat er doch schon vor Milow und James Blunt auf. Für die ESC-Ausscheidung hat er sich für einen völlig anderen Song entschieden. „Das Lied ‚So leicht‘ ist auf dem anderen Ende der Skala“, erklärt Lemo seine Wahl. Zudem passe das Lied einfach besser zum Winter.

Die Jury will Lemo mit seinem Song „So leicht“ überzeugen.

The Makemakes

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

In der Wiener Krieau sind The Makemakes bereits als Vorgruppe für Bon Jovi aufgetreten, bereits einen Monat nach der Bandgründung landeten sie mit „The Lovercall“ einen ersten Treffer in den heimischen Charts. Sehr hartnäckig hält sich das oft zitierte Gerücht, dass der Sänger Dominic Muhrer ein unehelicher Sohn des Schauspielers Christoph Waltz sei. Sehr kritisch sehen die Bandmitglieder, die mit Halbplayback übrigens überhaupt kein Problem haben ("Wir haben's beim Kiddy Contest gelernt"),  die Auswahl der Coaches. Sie könnten sich mit keinem identifizieren, aber Dominic schlägt vor, dass er Anna F. "ein paar Gitarren-Akkorde" beibringen könnte.

The Makemakes spielen in der ersten Vorentscheid-Show ihren Song „Million Euro Smile“.

Mizgebonez

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Die Musik von Mizgebonez stellt eine wilde Mischung aus Hip-Hop und Pop, Dancehall und Dubstep, R’n’B und Urban Dance dar. Die Bandmitglieder Dreista, Weiza, Sir Mikey Gl8z, Shabrone und Cherrellone betonen, dass sie mit ihrer Musik eine Message vermitteln wollen: "Die Menschen sollten keine Angst davor haben, sie selbst zu sein und sich von Gedankenmustern befreien." Sie versprechen einen Auftritt mit Überraschungseinlage. So viel sei verraten: Die Hüllen werden fallen.

"Murmeltier / Fitnesstraining“ heißt das Lied, mit dem sie in der ersten Show auftreten.

Renato Unterberg

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Renato Schnöll, Sänger der Band, sieht die Situation der österreichischen Musikszene kritisch: "Wir sind Vollzeitmusiker, aber wir können von der Musik nicht leben. Wir leben mit der Musik. Das Musik-Business bricht zusammen, Idealismus gehört dazu." Früher hätten sich die Musiker, die bereits drei Alben veröffentlicht haben, dagegen gesträubt, halbplayback aufzutreten. Mittlerweile sehen sie das anders: "Das ist Entertainment."

Ihr Song Contest-Ticket wollen sie sich mit ihrem Song „Love“ erspielen.

Royal Kombo

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Wienerisch, Englisch und Jamaikanisch - mit ihren Texten hat die dreiköpfige Reggae-/Hip-Hop-Formation bereits internationalen Erfolg. "Sollten wir unter die ersten sechs kommen, rechnen wir uns große Chancen aus", meinen die Musiker. Ihnen ist wichtig zu beweisen, dass es im Genre Reggae "mehr gibt als nur Bob Marley" und dass Reggae auch eine anheizende Party-Musik sein kann. Angst vor einer Blamage haben sie keine: "Wenn man schaut, was in den letzten Jahren alles beim ESC angetreten ist, muss man sich für keinen Musikstil schämen", so Doerde, der in der Kombo als DJ, bzw. Beat Producer, tätig ist. Der Song „Ram pam pam“ soll ihnen im Vorentscheid zum Erfolg verhelfen.

The Su'sis

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Suzanne Wilman, Alexandra Grandl und Christiane Niederbacher haben zunächst abgesagt, als sie gefragt wurden, ob sie am österreichischen ESC-Vorentscheid teilnehmen möchten. "Wir haben erste einmal Nein gesagt, aber dann wurde uns das Konzept geschickt und wir haben es uns doch noch einmal anders überlegt", berichtet Suzanne. Die Musik von "The Su'sis" entführt in das New York der 30er-Jahre - auch die Outfits der Sängerinnen sind entsprechend gewählt. Christiane hat übrigens schon eine Vorahnung, wer es auf jeden Fall unter die ersten sechs schaffen wird: In der Nacht vor ihrem Auftritt hat sie geträumt, dass Johann Sebastian Bass Österreich im kommenden Jahr beim Song Contest vertreten wird.

"This and That" heißt das Lied, mit dem The Su'sis die Jury für sich begeistern wollen.

Tandem

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Eine ganz eigene Musikrichtung beansprucht das Duo Tandem für sich: Kiki Buconjic und Georg Prenner machen „Dramapop“. "Dramapop" sei dunkel, glamourös und verschaffe Gänsehaut. Bei der Probe am Vortag standen die beiden zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne, zuvor waren sie immer nur gemeinsam im Studio, bzw. sind unplugged aufgetreten. Georg träumt übrigens davon, dass einer seiner Songs von Helene Fischer gecovert wird.
Tandem treten mit "Zeig ihn mir" beim Vorentscheid an.

wo/Men

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Die Band wo/Men hat nur aus einem einzigen Grund zusammengefunden: Sie wollen Österreich beim Eurovision Song Contest vertreten. "Wir treten immer wieder an", versprechen die Vorarlberger - auch falls es 2015 nichts werden sollte. Insgeheim träumen sie ja auch von einem Song Contest auf der Seebühne, wie sie mit einem Zwinkern gestehen.

wo/Men treten in der ersten Show mit einem Coversong an: Sie interpretieren "Happy" von Pharrell Williams.

Zoe

APA/ORF/MILENKO BADZIC Salzburg24
APA/ORF/MILENKO BADZIC

Von ihrem Vater, dem Papermoon-Gitarristen Christof Straub, hat Zoe Lauren Straub nicht nur ihr musikalisches Talent, sondern auch die Liebe zum Chanson geerbt. Als Sängerin und Songwriterin arbeitet sie stets eng mit ihrem Vater zusammen: "Ich bin mit Musik aufgewachsen, sie ist immer Teil meines Lebens gewesen. Ich habe immer gesungen, auch mit Papa zusammen. Es macht sehr viel Spaß mit ihm gemeinsam zu schreiben und an gemeinsamen Projekten zu arbeiten."

Bei der Vorausscheidung setzt sie auf einen französischen Songtext, sie tritt mit „Adieu“ an.

 

Aufgerufen am 10.12.2018 um 12:51 auf https://www.salzburg24.at/leben/musik/song-contest-diese-kandidaten-kaempfen-um-oesterreichisches-ticket-46569613

Kommentare

Mehr zum Thema