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Song Contest: Israel holt Sieg in Lissabon, Österreich Platz 3

Israel hat den 63. Eurovision Song Contest gewonnen. Netta holte sich Samstagnacht mit 529 Punkten den Titel in der Altice Arena in Portugals Hauptstadt Lissabon. Österreichs Kandidat Cesar Sampson kam mit 342 Punkten und seinem Lied "Nobody But You" auf den 3. Platz - nachdem er die Wertung der Expertenjurys klar gewonnen hatte.

Netta ist mit "Toy" Nachfolgerin von Vorjahressieger Salvador Sobral, der 2017 mit "Amar Pelos Dois" in Kiew triumphiert hatte. Das Stockerl zwischen Israel und Österreich komplettierte Zypern.

Damit setzte sich letztlich die schon lange zu den Topfavoriten gezählte Sängerin mit ihrer feministischen Nummer durch - gegen die Strandpartynummer "Fuego" von Eleni Foueira aus Zypern und auch die heimische Hoffnung Cesar Sampson. Der hatte mit 271 Punkten bei den Jurys den klaren Triumph eingefahren und war in dieser Teilwertung auf Platz 1 gelandet.

Der 34-jährige Linzer legte am Abend tatsächlich seine bis dato beste Performance seit dem Beginn der Shows in Lissabon hin, ging mit einem eingestreuten "Lisbon, how are you doing?" in ungekannte Interaktion mit dem Publikum und präsentierte erstmals kurzärmelig seine Muskeln. Die brachte er dann auch gleich im Greenroomschäkern mit Filomena Cautela zum Einsatz, indem er die Moderatorin drei Mal in die Höhe wuchtete. Auch in seinem Halbfinale hatte Sampson mit 234 Punkten einen guten 4. Platz erlangt.

Cesar Samspon siegt in der Jury-Wertung

Cesar Sampson hat vom Publikum 71 Punkte bekommen, was einen guten Mittelfeldplatz bedeutet hätte. Von den Fachjurys gab es zuvor 271 Punkte und damit den eindeutigen ersten Platz von 26 Teilnehmern. In Summe ergab sich mit 342 Punkten Platz 3, zwei Punkte vor Deutschland.

Österreich siegte bereits zwei Mal beim Song Contest

Dank Conchita Wurst ("Rise Like A Phoenix" 2014) und Udo Jürgens ("Merci Cherie" 1966) kann Österreich auf bis dato zwei Siege beim Eurovision Song Contest zurückblicken. Aber es gibt auch die andere Seite. Cesar Sampson steht mit seinem dritten Platz jedenfalls hervorragend da.

So kamen die Interpreten der Jahre 1981 (Marty Brem), 1984 (Anita), 1988 (Wilfried) und 1991 (Thomas Forstner) nicht über einen letzten Platz hinaus. 2007 schied Eric Papilaya mit "Get A Life - Get Alive" bereits im Semifinale aus und wurde dort mit vier Punkten Vorletzter. Anschließend verzichtete man 2006 sowie 2008 bis 2010 gänzlich auf eine Teilnahme.

Beim neuerlichen Antritt 2011 in Düsseldorf kam Nadine Beiler auf Platz 18, bevor 2012 die Trackshittaz mit ihrer Hip-Hop-Nummer "Woki mit deim Popo" im Halbfinale die geringste Punkteanzahl aller Länder erhielten. 2013 musste sich dann Natalia Kelly in Malmö mit Platz 14 von 16 Teilnehmern in ihrem Halbfinale begnügen. Und dann kam Conchita, sah und siegte in Kopenhagen. Für die Makemakes reichte es beim Heim-ESC in Wien dann allerdings wieder nur für einen vorletzten Platz. Dafür eroberte Zoe 2016 in Stockholm den sehr respektablen 13. Platz, dem Nathan Trent in Kiew 2017 den 16. Platz folgen ließ.

(APA/SALZBURG24)

Aufgerufen am 19.11.2018 um 12:06 auf https://www.salzburg24.at/leben/musik/song-contest-israel-holt-sieg-in-lissabon-oesterreich-platz-3-58322653

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