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Mathematik beantwortet dringende Fragen der Liebe

Wann kommt aus mathematischer Sicht kein besserer Partner mehr nach?

hands-heart-love-305530.jpg pexels
Wann der richtige Partner kommt und wie wir auf Online-Singlebörsen punkten, verrät uns die Mathematik.

Singles können sich so allerhand anhören: Von „er wird schon kommen“ über „wenn du suchst, wirst du sie nie finden“ bis hin zu „jetzt muss es doch auch mal bei dir klappen“. Schon in den 60er–Jahren haben sich Mathematiker mit der Liebe beschäftigt - aber kann Mathematik wirklich bei der Suche und Wahl des richtigen Partners unterstützen? Studien zeigen auf, warum wir die ersten 37% unserer Beziehungen gleich vergessen können und warum Attraktivität auf online Singlebörsen nicht alles ist.

Liebesratschläge aus dem Feld der Mathematik

Im Jahr 1960 hat der Mathematiker Martin Gardner in Scientific American eine Zahl veröffentlicht, die (rein theoretisch) das Liebesleben revolutionieren kann beziehungsweise hätte können. Und diese lautet 37. Was hat diese scheinbar willkürlich gewählte Zahl damit zu tun, dass man vielleicht beim nächsten Date schon den perfekten Partner vor sich stehen hat?

Beginnen wir von vorne: Bei der Liebe verhält es sich wie bei einem Running-Sushi-Buffet. Die leckeren Speisen fahren in Augenhöhe an einem vorbei. Zu Beginn greift man einfach zu und probiert sich durch, doch irgendwann ist der Magen gut gefüllt und es ist nur noch Platz für den letzten, perfekten Leckerbissen. Die kleinen Teller fahren jedoch unermüdlich vorbei und führen vor Augen, welche Geschmackserlebnisse noch warten. Der grüne Teller mit der verlockenden Fruchtvariation wird schon von weitem anvisiert, die Hand gestreckt und plötzlich kommt der Gedanke: Was, wenn doch noch etwas Besseres kommt?“

Partnersuche: Kommt noch etwas Besseres nach oder ist die Suche beendet?

Hand aufs Herz: Wer hat – egal ob gerade Single oder in einer Beziehung – noch nie tief in die Augen des Gegenübers geblickt und gedacht: Gibt es da draußen vielleicht jemanden der noch besser zu mir passt?

In dem vom Mathematiker Martin Gardner beschriebenen Szenario gehen wir davon aus, dass wir im Laufe eines Lebens auf mehrere potenzielle Lebenspartner (w/m/d) treffen. Die Washington Post schreibt zu diesem Thema, dass es durchaus hilfreich wäre, alle Verehrer gleichzeitig nebeneinander aufzustellen. So wäre ein direkter Vergleich problemlos möglich und die Wahl könnte schnell gefällt werden. Doch so funktioniert es mit der wahren Liebe leider nicht. Diverse Mathematiker haben sich nun mit diesem Dilemma beschäftigt. Wann ist die Chance nun am größten, den perfekten Lebenspartner zu finden? Das heißt, wann ist der Zeitpunkt gekommen, an welchem es vorab niemanden gab und auch in Zukunft niemanden geben wird, der sich besser als Partner fürs Leben auszeichnet als die aktuelle Liebe? Und hier kommt die Zahl 37 ins Spiel. Wer aus wissenschaftlicher Sicht die ersten 37% der lebenslangen Verehrer ablehnt und danach jene Person wählt, die passender erscheint als jene 37 Prozent, trifft die richtige Wahl.

mathematics-of-love.jpg SALZBURG24

Jetzt könnte man dies natürlich so stehenlassen und einige fangen vielleicht schon an zu zählen, doch ein paar Kleinigkeiten machen die individuelle Berechnung schwer. Wie soll man wissen, mit wie vielen potentiellen Heiratskandidaten man im Laufe des Lebens eine Beziehung führen wird? Wann erreicht man diese ominösen 37%?

Diese Frage kann im Vorhinein schwer beantwortet werden und im Grunde ist man dazu gezwungen, zu schätzen. Wie in der Grafik oben dargestellt könnte man also davon ausgehen, dass man im Laufe der Zeit mit ungefähr 8 Personen eine Beziehung führen wird. Laut der Wissenschaft wären die ersten drei Kandidaten nicht passend, erst danach wird es spannend. Präsentieren sich Verehrer Nummer 4 oder 5 auch nur um einen Hauch bessere als 1-3, dann heißt es zuschlagen, denn etwas besseres kommt nicht mehr nach. Also Vorsicht: Die nächste Person, könnte bereits die Richtige sein!

Die Mathematikerin Hannah Frey erklärt an einem TEDx Talk an der Binghampton Universität, dass es bei dieser Variante der Partnersuche auch diverse Tücken gibt. So kann es sein, dass der erste Partner, den man als potenziellen Heiratskandidaten erwählt, passend wäre, man diesen jedoch der Mathematik nach abwimmeln muss – da er in die ersten 37% fällt. Ein weiteres Risiko ist, dass die ersten 37% sich als besonders fragwürdig erweisen und eine Person, die danach kommt, nur minimal besser ist, als alle anderen. Laut der Statistik müsste man sich nun für diese Person entscheiden und eine ‚Es könnte schlimmer sein‘ - Beziehung führen.

Was Frey jedoch betont ist, dass der Großteil der Menschen unbewusst nach dieser Liebesformel lebt und liebt. In jungen Jahren lernen wir uns besser kennen und finden heraus, was wir möchten und zu uns passt. Wenn diese Phase vorbei ist kommen nur Personen in die engere Auswahl, die als potenzielle langfristige Partner gelten. Das heißt, diese Personen müssen besser passen als jene, die bisher ins Leben getreten sind.

Wo gehen Österreicher bevorzugt auf Partnersuche?

In Österreich sind rund 1,7 Millionen Menschen alleinstehend. Der Großteil davon, rund 32% in Salzburg und Niederösterreich. Das ergab eine Umfrage von Marketagent.com, im Auftrag der Online-Partneragentur ElitePartner. Gehen wir davon aus, wir haben die 37% hinter uns gebracht. Wir wissen was wir wollen und wir sind bereit für eine neue Beziehung. Nun darf der Traummann bzw. die Traumfrau kommen. Doch wo soll man mit der Suche beginnen?

Eine im Jahr 2019 von der Dating-Plattform Parship durchgeführte Befragung unter rund 1.000 Personen hat ergeben, dass sich in Österreich mittlerweile rund 25% der Paare über Singlebörsen wie jene auf SALZBURG24 kennengelernt haben. Vor 20 Jahren war es nur 1%.

Online 25%
Freunde/ Bekannte 24%
Ausgehen 19%
Arbeit 12%
Schule/ Studium 5%
Sonstige Freizeit 4%
Urlaub 2%
Sport 2%
Einkaufen 1%

Tipp für die online Partnersuche: Erfolg durch Mathematik

Im TEDx Talk an der Binghampton Universität stellte die Mathematikerin Hannah Frey eine Studie einer der ältesten Kontaktbörsen im Internet vor. OkCupid wurde 2004 von vier Studenten der Universität Harvard gegründet. Die vier Mathematiker wollten herausfinden, ob sich Attraktivität wirklich auf die Popularität auswirkt.

Wer sich jemals auf einer Online-Dating-Plattform oder einem anderen sozialen Netzwerk angemeldet hat, kennt das Problem mit dem Profilfoto. Das Foto ist in den meisten Fällen die erste Information, die man über einen User bekommt. Daher strengen sich die weiblichen und männlichen User besonders an, sich auf den Fotos von der besten Seite zu präsentieren. Nicht selten wird auch ein wenig nachgeholfen und etwaige Makel entfernt oder der Bildausschnitt ganz bewusst gesetzt.

Im Zuge der Untersuchung konnten angemeldete Personen das Aussehen anderer User von 1 bis 5 bewerten. Diese Angaben wurden mit der Popularität (empfangene Nachrichten von Verehrern) verglichen. Das Resultat: Je weiter die Meinungen über das Aussehen einer Person auseinander gehen, desto erfolgreicher war diese Person auf der Online-Plattform. Grund dafür ist, dass attraktive Personen als beliebt betrachtet werden und daher wagt man den Schritt der Kontaktaufnahme gar nicht. Man möchte sozusagen nicht mit einer Vielzahl an Konkurrenzen um die Aufmerksamkeit buhlen.

Es ist also mathematisch bewiesen, dass Besonderheiten wie ein wenig Übergewicht oder eine größere Nase, als Trumpf ausgespielt werden sollten. User die bei der Bewertung von 1-5 im Mittelbereich landeten, haben laut der Studie auch die meisten Anfragen beziehungsweise Nachrichten von Verehrern erhalten.

Wer sich mit diesen Liebesratschlägen aus der Mathematik ausreichend beraten fühlt um dem Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen, der kann schon heute auf der online Partnerbörse von SALZBURG24 Singles aus der Umgebung kennenlernen. Und nicht vergessen: Immer 'echt' bleiben!

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 15.04.2021 um 08:19 auf https://www.salzburg24.at/leben/partnersuche-mathematik-beantwortet-dringende-fragen-der-liebe-90172834

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