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Was tun gegen Hitzepickel?

Was tun gegen Hitzepickel? /HERBERT PFARRHOFER
Was tun gegen Hitzepickel?

Es ist Sommerzeit: Endlich können wir wieder schulterfreie Shirts und luftige Kleider tragen, ohne von einem unangenehmen Fröstelgefühl überfallen zu werden. Die Sonne auf der Haut spüren, sich vom leisen Sommerwind streicheln lassen: einfach herrlich! Doch halt! Was sind das bloß für fiese Pusteln? 

Keine Sorge, es handelt sich weder um plötzlich auftretende Akne noch um eine Allergie! Die kleinen Pusteln sind Hitzepickel … und zum Glück muss sich niemand damit abfinden!

Warum und wie entstehen Hitzepickel?

Die kleinen Pusteln sind zwar absolut harmlos und vollkommen ungefährlich, dennoch wollen wir sie nach Möglichkeit schnell loswerden, denn sie sehen unschön aus und können manchmal stark jucken. Und dass sie sich gerade auf jenen Hautpartien ausbreiten, die wir im Sommer gerne zeigen, ist besonders ärgerlich. Hitzepickel treten nämlich dummerweise bevorzugt am Dekolleté, auf den Schultern, am Rücken und auf den Armen auf. Sie entstehen, wenn Schweißdrüsen verstopfen, was eben meist bei hoher Luftfeuchtigkeit und sehr warmen Temperaturen der Fall ist. Und weil sich gerade an den vorhin beschriebenen Körperpartien besonders viele Schweißdrüsen befinden, treten hier auch vermehrt Hitzepickel auf. Die streng genommen aber gar keine Pickel sind, sondern Bläschen. Die Pusteln untergliedern sich in zwei Arten. Direkt auf der Hautoberfläche liegen die Miliaria cristallina, sie sind farblos, füllen sich manchmal mit Flüssigkeit und platzen dann auf. Erscheinen die Hitzepickel dagegen rot, ist die Umgebung leicht entzündet und vielleicht sogar etwas geschwollen, handelt es sich um die sogenannten Miliaria rubra. Auslöser für diese Hitzepickel ist die Verstopfung von tief liegenden Schweißdrüsen.

Hitzepickel vorbeugen und loswerden

Normalerweise verschwinden oberflächliche helle Hitzepickel von selbst wieder. Nämlich dann, wenn der Körper nicht mehr so erhitzt ist und die Hautpartien abkühlen. Wer ungeduldig ist, kann nachhelfen: Eine Creme oder ein Gel mit Kieselerde oder Zink wirkt meist sehr schnell. Jucken die Pusteln sehr stark, verschreibt der Hautarzt eine lindernde Salbe. Damit die Drüsen gar nicht erst verstopfen, bieten sich als Vorbeugung Enzympeelings an. Sie reinigen genauso sanft wie gründlich und halten die Ausgänge der Schweißdrüsen offen.

Erste Hilfe bei Hitzepickeln

Keine Salbe zur Hand und die Pusteln sprießen bereits? Dann können einige Sofortmaßnahmen helfen! Ganz wichtig: Ab in den Schatten und atmungsaktive Kleidung tragen. Leinen und Baumwolle sind diesbezüglich eine gute Wahl, Chemiefasern sorgen bei hohen Temperaturen dagegen oft für ein feucht-warmes Klima, das die Pustelbildung begünstigt. Da der Mensch bei schweren Mahlzeiten, scharfen Gerichten, Alkohol und Koffein leicht ins Schwitzen kommt, sollte auf den Konsum entsprechender Lebensmittel nach Möglichkeit verzichtet werden. Empfehlenswert ist jedoch Salbeitee, denn Salbei gilt als absoluter Schweißkiller! Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sind Salbeiblätter nämlich in der Lage, die Sekretion der körpereigenen Schweißdrüsen zu hemmen. Sie wirken somit desodorierend.

Beim Duschen sollte das Wasser am besten lauwarm sein, denn eine kalte Dusche animiert den Körper zum Aufwärmen. Ein schöner Frischekick ist auch Thermalwasserspray. Enthält es Inhaltsstoffe wie beispielsweise Kieselerde sowie Spurenelemente und Mineralstoffe, stellt sich zusätzlich ein reizlindernder Effekt ein.
Ganz wichtig ist auch ein kritischer Blick auf die Sonnenschutzprodukte. Sie sollten frei von Duft- und Konservierungsstoffen sein, da diese Stoffe eine unnötige Belastung für die durch Hitze gestresste Haut darstellen.

Aufgerufen am 19.12.2018 um 03:58 auf https://www.salzburg24.at/leben/schoenheit/was-tun-gegen-hitzepickel-60230374

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