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Rote Liste: Okapi-Bestände stark geschrumpft

Bewaffnete Konflikte und illegaler Bergbau haben Lebensraum stark eingeschränkt. DAPD
Three months old Okapi baby Maiko stands next to its mother Lomela during its first public appearance in the zoo of Frankfurt, Germany, Friday, May 20, 2011. (Michael Probst)

Das Okapi steht nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) an der Schwelle des Aussterbens. Die Zahl der auch als Waldgiraffen bekannten Tiere (Okapia johnstoni) sei kräftig geschrumpft, teilte die IUCN in einer Aktualisierung der international maßgeblichen Roten Liste der gefährdeten Arten im schweizerischen Gland mit.

Die vor allem im Kongo beheimateten Okapis sind kastanien- bis schwarzbraun und an den Oberschenkeln zebraähnlich weiß quer gestreift. Der bewaffnete Konflikt in dem afrikanischen Land sowie illegaler Bergbau hätten den Lebensraum der Tiere stark eingeschränkt. Hinzu kämen Wilderer.

Mit Lederschildkröte geht's leicht bergauf

Das erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte Okapi gilt in der Demokratischen Republik Kongo als nationales Symbol - es ziert auch einige Banknoten. "Um das Überleben des Okapis zu sichern, muss die Regierung bei den Bemühungen zur Beendigung des Bürgerkrieges und der Bekämpfung der Armut unterstützt werden", forderte IUCN-Expertin Noelle Kümpel. Das Okapi wird in der Roten Liste jetzt als "stark gefährdet" geführt.

Noch stärker bedroht sind laut der Weltnaturschutzunion fast 200 Vogelarten, darunter seit neuestem auch die in Äthiopien, Simbabwe und Südafrika vorkommende Spiegelralle (Sarothrura ayresi). Etwas verbessert hat sich dagegen die Situation der Lederschildkröte (Dermochelys coriacea), des Kalifornischen Insel-Graufuchses (Urocyon littoralis) und zweier Albatrosarten (Schwarzbrauenalbatros /Thalassarche melanophrys sowie Schwarzfußalbatros /Phoebastria nigripes).

"Welt muss dringend mehr tun"

"Diese Aktualisierung der Roten Liste zeigt einige fantastische Erfolge bei der Erhaltung von Tierarten, von denen wir für die Zukunft lernen müssen", wurde Jane Smart, Direktorin des IUCN Global Species Programme, zitiert. Die Botschaft insgesamt bleibe allerdings düster: "Obwohl bei einigen Arten Verbesserungen zu verzeichnen sind, gibt es mit jedem Update eine deutlich größere Anzahl bedrohter Arten. Die Welt muss dringend mehr tun, um diesen verheerenden Trend abzuwenden."

(APA)

(Quelle: S24)

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