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Trotz Frühlingstemperaturen: Kleinsäuger noch im Winterschlaf

Igel und Mäuse schlafen noch. LMZ
Igel brauchen strukturreiche Gärten zum Überwintern Foto: Land Salzburg / Naturschutzabteilung Lk s47-117

Einige einfache Maßnahmen von uns Menschen reichen schon, um die Winterschläfer zu schützen. Naturschutzexperten geben Tipps.

Viele Gartenbesitzer haben im Herbst Laub-, und Reisighaufen für Igel im Garten belassen. Darin können die kleinen Insektenfresser meist gut und sicher überwintern. Werden die schönen Vorfrühlingstage bereits für Gartenarbeiten genutzt, so raten die Experten der Naturschutzabteilung des Landes, diese Laub- und Reisighaufen am besten unberührt zu lassen und erst zu entfernen, wenn im Garten wieder genügend Kleintiere wie Spinnen und Insekten vorhanden sind, die den Igeln als Nahrung dienen können. Oft liefern schon einfache Maßnahmen wichtige Beiträge, um die biologische Vielfalt in unserem Land zu erhalten, so die Experten.

Nahrungsmangel auch in milden Wintern

Die heuer bislang milde Witterung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Winter üblicherweise für viele heimische Tiere eine Zeit extremen Nahrungsmangels ist. Manche, wie unsere Zugvögel, entkommen dem winterlichen Futterengpass, indem sie in wärmere Gefilde, ja sogar auf andere Kontinente ausweichen. Andere Tierarten, beispielsweise viele Kleinsäuger, reduzieren ihren Energieaufwand, indem sie Winterruhe oder einen ausgeprägten Winterschlaf halten. Igel, Baum-, Garten- und Siebenschläfer gehören zu jenen Arten, die oft ganz in der Nähe des Menschen, in Parks und Gärten den Winter schlafend verbringen.

Nest von Schlafmäusen in Ruhe lassen

Die zu den "Schlafmäusen" gehörenden Baum-, Garten- und Siebenschläfer sowie die Haselmaus ziehen sich mit Beginn des Winters in Erd- oder Baumhöhlen und Nistkäsen zurück, wo sie sich ein wärmendes Nest aus Pflanzenmaterial einrichten. Während des Winterschlafs sinkt ihre Körpertemperatur von 35 auf nur drei Grad Celsius und die Herzfrequenz wird von mehr als 400 Schlägen auf etwa 35 Schläge pro Minute gesenkt. Dadurch wird der Verbrauch von Energie stark reduziert. Meist reichen die im Sommer und Herbst angefressenen Fettreserven, um auch strengere Winter zu überstehen.

Auch hier der Rat der Naturschutz-Experten: Wenn man im Garten einen von Schlafmäusen belegten Nistkasten vorfindet, sollte dieser in Ruhe hängen gelassen werden, um die Tiere nicht aufzuschrecken, denn das würde die possierlichen Nager ein Übermaß an Energie kosten. Im Verlauf von März bis April kommen die Tiere dann wieder aus ihren Winterverstecken hervor.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 05.03.2021 um 05:16 auf https://www.salzburg24.at/leben/tiere/trotz-fruehlingstemperaturen-kleinsaeuger-noch-im-winterschlaf-44936905

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