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Vier Pfoten warnt

Aufgepasst bei importierter Weihnachtsgans

Gänse APA/ROBERT JAEGER
Importierte Gänse haben ihr Leben oft in Käfigen statt draußen verbracht, warnt Vier Pfoten (Symbolbild).

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat am Mittwoch vor dem Kauf von nach Österreich importierten Weihnachtsgänsen gewarnt. Diese kommen großteils aus Ungarn und das sei eines der Länder in Europa, in denen die brutale Stopfmast zur Gewinnung der Fettleber noch erlaubt ist.

"Gänse, die gestopft werden, werden fast immer auch in Käfigen gehalten", wurde in der Aussendung außerdem betont. "Damit leiden sie doppelt: Einerseits unter der grausamen Stopfmast, andererseits unter der beengten Haltung", erläuterte Martina Pluda von Vier Pfoten. Käfighaltung sei hierzulande zu Recht verboten. "Die Frage ist: Wollen die Österreicher wirklich importierte Tiere essen, die so gehalten wurden?", meinte Pluda.

1.456 Tonnen Gänse importiert

Im Jahr 2017 wurden laut Landwirtschaftsministerium 1.456 Tonnen geschlachtete unzerteilte Gänse importiert. Davon kamen 1.406,1 Tonnen aus Ungarn, 45,3 Tonnen aus Deutschland, 2,7 Tonnen aus Dänemark, 1,8 Tonnen aus Polen und 0,1 Tonnen aus Frankreich, informierten die Tierschützer.

Käfighaltung von gestopften Gänsen

"Käfige sind normalerweise extrem klein, haben einen Gitterfußboden und bieten keine Liegestellen. Mit Ausnahme eines Wassertrogs sind sie meistens vollständig leer. Die Vögel entwickeln Haltungs- und Ganganomalien, verletzen sich an den Flügeln und bekommen wunde Stellen an den Füßen", sagte Pluda. Sie verwies auf die europäische Bürgerinitiative "End The Cage Age", die bisher von mehr als 250.000 Menschen unterzeichnet wurde.

(APA)

(Quelle: APA)

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