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Weltkatzentag

So süß sind Salzburgs Samtpfoten

Von K wie Krallen bis E wie Einzelgänger

Kater, Mogli, SB SALZBURG24/Schuchter
Kater Mogli ist 13 Jahre alt und in Mattsee zu Hause. Er ist einer der rund 1,5 Millionen Hauskatzen in Österreich. 

Dem beliebtesten Haustier der Salzburger widerfährt einmal mehr erhöhte Aufmerksamkeit, wenn am Donnerstag der alljährliche internationale Tag der Katze begangen wird. Auch wir wollen den Ehrentag der Stubentiger feiern – und das gemeinsam mit euren Lieblingen. Das sind Salzburgs süßeste Katzen!

Katzen finden sich in einem Viertel aller heimischen Haushalte. Mit 1,5 Millionen Exemplaren österreichweit sind sie mit Abstand die beliebtesten Haustiere der Österreicher. Am 8. August, also heute, wird der internationale Tag der Katze begangen.

Das sind eure Katzen

Wir haben euch gebeten, uns eure Lieblings-Fotos eurer Katzen zu schicken – und wir sind überwältigt von den unzähligen Zusendungen, die uns per Mail, Facebook und Whatsapp erreicht haben. Vielen Dank! Da wir leider nicht alle herzeigen können, haben wir eine Auswahl der besten Katzenbilder aus Salzburg in den beiden Bilderstrecken für euch zusammengestellt.

Weitere 1.000 Katzen-Fotos auf Facebook

Wer noch mehr Cat-Content will, findet weitere rund 1.000 zuckersüße Katzen-Bilder unter unserem Facebook-Posting in den Kommentaren. Dort habt ihr außerdem die Möglichkeit, die Fotos zu liken und zu kommentieren. Hoch leben unsere Lieblinge!

Wir wollen eure Lieblinge ???? hochleben lassen!

Gepostet von SALZBURG24 am Mittwoch, 7. August 2019
 

Artgerechte Katzenhaltung im Fokus

Der Aktionstag wurde von der International Fund for Animal Welfare ausgerufen und soll die artgerechte Katzenhaltung ins Bewusstsein rücken. In vielen Ländern Europas sind Katzen beliebte Haustiere, allen voran in Rumänien, wie die Grafik unten zeigt: Dort halten sich 47 Prozent der Haushalte mindestens eine Katze als Haustier. In Österreich beträgt der Anteil der Haushalte mit einer Katze 29 Prozent, in der Schweiz 28 Prozent und in Deutschland liegt er bei 22 Prozent.

Grafik, so verbreitet sind Katze Statista
So verbreitet sind Katzen in Europa.

Erkundung der Katze nach Buchstaben

K WIE KRALLEN: Sie bestehen aus demselben Keratin wie menschliche Fingernägel, aber sie bleiben immer scharf. Die Natur hat gleich zwei Mechanismen entwickelt, die eine Abnutzung verhindern. Beim Laufen etwa ziehen die Tiere ihre Krallen ein - sie sind dann wie ein Handy in einer Tasche geschützt. Außerdem bestehen die Krallen im Gegensatz zu Nägeln aus zwei unterschiedlich harten Schichten. Die obere harte Schicht wächst schneller als die weiche, wodurch sich die Kralle nach unten biegt. Wenn die Katze etwa am Kratzbaum die untere weiche Schicht feilt, bleibt vorne eine kleine Spitze der harten Schicht. Diese verleiht der Katzenkralle ihre Schärfe, erläuterte Max-Planck-Wissenschaftler Joscha Liedtke. Die so entstehende Krümmung erklärt auch, warum Katzen zwar sehr gute Kletterer sind, aber kopfüber nicht wieder vom Baum runterkommen: Die Krallen sind dafür falsch herum gebogen.

A WIE ANDREW LLOYD WEBBER, der mit seinem Musical "Cats" Millionen Besucher in mehr als 30 Ländern begeistert hat. Er setzte Texte des englischen Dichters T. S. Elliot musikalisch um und brachte 1981 die Geschichte um einen nächtlichen Katzenball zunächst in London auf die Bühne. Die tierischen Vorbilder der Hauptfiguren Grizabella und Macavity hätten daran allerdings wohl kaum Vergnügen: Katzen haben ein ganz anderes Musik-Empfinden, sagte Psychologie-Professor Charles Snowdon. Sie genießen Klänge, die der Frequenz des Katzenschnurrens ähneln - etwa 1.200 Schläge pro Minute. Das Gehör von Katzen gilt zudem als hypersensibel - sie nehmen weitaus höhere Tonlagen wahr als Menschen.

T WIE TRANSPONDER: Der reiskorngroße Mikrochip zur Identifizierung kann vom Tierarzt auch ohne Narkose implantiert werden, versicherte der Deutsche Tierschutzbund. Die so markierte Katze sollte man kostenlos im Heimtierregister des Verbandes eintragen lassen. Gerät sie auf Abwege, kann ihr rechtmäßiger Halter schnell identifiziert werden. Eine Kennzeichnung ist auch mittels Tätowierung möglich, was aber als weniger sicher gilt und zudem für das Tier mit Schmerz oder einer Betäubung verbunden ist. Tierschützer fordern eine Registrierungspflicht, um illegalen Tierhandel und Aussetzungen zu bekämpfen.

Z WIE ZECKEN: Die Parasiten können Katzen und ihren Besitzern durch übertragene Krankheitserreger gefährlich werden und sollten deshalb so schnell wie möglich mit einer speziellen Zange entfernt werden, empfehlen Tierärzte. Auch sind jährliche Impfungen gegen Katzenschnupfen und -seuche ebenso wie Vorsorgeuntersuchungen, Kastrationen oder Wurmkuren empfohlen. Der Haustierversicherungsanbieter Agila rechnet allein für die Vorsorge mit 60 Euro pro Jahr und Tier.

E WIE EINZELGÄNGER: Katzen haben einen Ruf als Individualisten - tatsächlich aber entwickeln sie in den ersten Wochen nach der Geburt ein ausgeprägtes soziales Bewusstsein, haben Forscher nachgewiesen. Gibt es in dieser entscheidenden Lebensphase viel Kontakt zu Menschen, wird das zutrauliche Verhalten zum Wesenszug. Laut Tierschutzbund leben wilde Katzen und insbesondere geschlechtsreife Kater in der Regel auch deshalb alleine, um die vorhandene Beute im Revier für sich alleine zu beanspruchen. Tiere, die von Menschen versorgt werden, aber sich auch in der Natur frei bewegen können, schlössen sich hingegen häufig in kleineren Gruppen zusammen, weil Futterneid für sie keine überlebenswichtige Rolle spiele.

(Quelle: APA)

Samtpfoten nicht immer und überall geliebt

Katze, Sonnenuntergang, SB APA/dpa

So sehr die rund 1,5 Millionen Stubentiger in Österreich in einem Viertel der Haushalte von ihren Besitzern auch geliebt werden, manche Menschen meinen es weniger gut mit ihnen: Katzen landen auf Speisetellern oder werden qualvoll gezüchtet.

In Südostasien werden Katzen nach wie vor gefangen und brutal getötet, um danach gegessen zu werden, machte die Tierschutzorganisation Vier Pfoten in einer Aussendung aufmerksam. "Leider werden in einigen Ländern Katzen und natürlich auch Hunde immer noch gegessen", sagte Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der Vier-Pfoten-Streunerhilfe in Südostasien. In Vietnam werde das Gericht "Thit Meo" - zu deutsch "Kleiner Tiger" - immer beliebter. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass der Genuss von deren Fleisch zu katzenähnlichen Eigenschaften wie Beweglichkeit, Stärke und auch Glück verhelfen soll, so ein verbreiteter Glaube.

Katzen oft grausam getötet

"Unsere Recherchen haben ein umfassendes und grausames Netzwerk ans Licht gebracht", sagte Polak. "Streunende Tiere werden ebenso wie Hauskatzen gestohlen und auf oft schreckliche Art und Weise getötet. Wir sprechen von Methoden wie dem massenweisen Ertränken oder Inbrandsetzen von Katzen. Letzteres ist eine schnelle Art und Weise, um das Fell zu entfernen."

Aufklärung gegen Katzen-Qualen

Vier Pfoten kämpft gemeinsam mit lokalen NGOs gegen dieses Netzwerk, indem Bildungsprogramme in Schulen oder auch öffentliche Veranstaltungen durchgeführt werden, um über den Katzenhandel aufzuklären. Zudem werden Kastrationsprogramme und medizinische Versorgung für die Katzen bereitgestellt.

Moderassen leiden oft

Aber auch hierzulande leiden Katzen Qualen. So werde die Moderasse "Schottische Faltohrkatze" auch in Wien immer wieder zum Verkauf angeboten. Dabei handle es sich jedoch um Qualzucht, erklärte die Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) in einer Aussendung. Bereits ab der dritten Lebenswoche haben Katzen dieser Rasse erkennbar nach vorne gekippte Ohren. "Was süß ausschaut, bedeutet für die Tiere höllische Qualen", sagte Eva Persy, Leiterin der TOW.

Hinter den charakteristischen Faltohren stecken deformierte und verkrüppelte Ohrmuscheln, die durch die Krankheit Osteochondrodysplasie verursacht werden. Die Krankheit führt weiters vor allem im Bereich der Beine und der Wirbelsäule zu sehr schmerzhaften Gelenksveränderungen und Lahmheit. "Im Laufe der Zeit empfinden die betroffenen Katzen dann auch Berührungen vom Menschen als schmerzhaft", so Persy. Kostspielige Tierarztbesuche und Schmerztherapien wären in der Folge nötig, wenn die Tiere aufgrund zu großen Leids nicht schon früher eingeschläfert werden müssten.

"Wir warnen alle Katzenliebhaber davor, das Geschäft mit dem Leid dieser Tiere zu unterstützen", appellierte Persy. Sie empfiehlt, sich gründlich vor der Anschaffung einer Katze zu informieren - beispielsweise in einem Tierheim.

Aufgerufen am 25.08.2019 um 05:40 auf https://www.salzburg24.at/leben/tiere/weltkatzentag-so-suess-sind-salzburgs-katzen-74504746

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