Jetzt Live
Startseite Tiere
Tiere

Wenn die Schildkröten wieder erwachen

Die Schildkröten erwachen langsam wieder aus ihrer Winterstarre. Pfotenhilfe
Die Schildkröten erwachen langsam wieder aus ihrer Winterstarre.

Als Halter von Schildkröten, sollte man sich bewusst sein, dass gesunde Tiere von Oktober bis April gerne in ihre natürliche Winterstarre verfallen und dazu gesicherte und kühle Plätze benötigen. Hier finden Sie Tipps, wie Sie ihre Tiere schonend auswintern können.

Verzichten sollte man auf die Winterstarre jedoch bei kranken Tieren. Vier bis sechs Monate dauert die sogenannte Hibernation durchschnittlich. Jetzt ist es wieder an der Zeit die Schildkröten schonend aus der Winterstarre zu holen, so die Pfotenhilfe Lochen in einer Aussendung.

Konstante Temperaturen über zehn Grad

„Normalerweise bereiten sich die Körper der Tiere auf das Erwachen vor, sobald nämlich die Temperatur mehrere Tage über zehn Grad beträgt, entscheiden sich Schildkröten, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für die Auswinterung gekommen ist", erklärt Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. Zum Auswintern eignen sich zum Beispiel beheizte Frühbeete sehr gut, in die die Tiere, wenn sie davor beispielsweise in Kühlschrank überwintert wurden, übersiedelt und eingegraben werden können. Sobald die Temperaturen dann konstant wärmer sind und die Tageslichtmenge zunimmt, kommen die Tiere von ganz allein wieder an die Oberfläche.

Ausreichend Wasser und Futter für Schildkröten

„Zu Beginn ist es notwendig die Schildkröten zu wärmen, damit die Schützlinge die Möglichkeit haben, ihre optimale Körpertemperatur zu erreichen. Dazu kann man sie in der Nähe von Heizstrahlern platzieren, wichtig ist es jedoch unbedingt ausreichend Wasser und Futter zur Verfügung zu stellen. Andernfalls kann es nämlich passieren, dass der Blutzucker der Kröten abfällt und der Tierarzt mittels einer Infusion wieder Energie zuführen muss", erklärt Sautner. „Auch Bäder in lauwarmen Wasser helfen den Schildkröten, den entstandenen Wasserverlust vom Winter auszugleichen", weiß der Experte.

Im Gehege für Schattenplätze sorgen

Sinnvoll wäre auch, die Tiere nach der Überwinterung gesundheitlich untersuchen zu lassen, denn oft nehmen die Kleinen nach der Winterstarre zu wenig Nahrung zu sich, was an den zu hohen Überwinterungstemperaturen liegt. Hat das Tier die Überwinterung gut überstanden, kann man es mit gutem Gewissen wieder in sein Freigehege übersiedeln. „Achten sie dabei aber darauf, dass andere Tiere wie Katzen und Hunde nicht in dieses Gehege gelangen können und dass ausreichend schattige Rückzugsorte vorhanden sind, die den Schildkröten an heißen Tagen kühlen Schutz bieten," bittet Sautner abschließend.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.02.2021 um 11:48 auf https://www.salzburg24.at/leben/tiere/wenn-die-schildkroeten-wieder-erwachen-45041890

Kommentare

Mehr zum Thema