Jetzt Live
Startseite Leben
Wintersport

Skiabenteuer mit Kindern: Was ist zu beachten?

TVB_Shoot2_Obertauern_Rohrbacher18_1.jpg Tourismusverband Obertauern
Wer mit den lieben Kindern die Skipisten unsicher machen möchte, sollte sich gut vorbereiten!

Wer seinen Blick vom Boden loslöst und nach oben richtet, der nimmt bereits die weißen Bergspitzen im Bundesland Salzburg wahr. Zeit, die Skiausrüstung aus dem hinteren Teil der Abstellkammer zu holen. Und dann war da ja noch etwas, oder? Genau, denn heuer kommt auch der Nachwuchs mit auf die Piste! Wer mit den Kinder einen Skiausflug oder Skiurlaub plant, sieht sich mit so einigen neuen Herausforderungen konfrontiert. Was ist beim Skifahren mit Kleinkindern alles zu beachten?

Musste man früher beim Einpacken nur an die eigene Skiausrüstung, warme Kleidung und Schneeketten für die Autoreifen denken, stehen heute die Bedürfnisse der Kinder klar im Mittelpunkt. Damals wurde die Rückbank umgeklappt, die Ski zwischen die beiden‌ Vordersitze bis zur Frontscheibe vorgeschoben und die Freunde haben es sich, völlig unzulässig natürlich, neben Skischuhen, Isolierkannen und Wollsocken, irgendwo hinten bequem gemacht.

Mit Kindern sieht dies (zum Glück) anders aus, denn ein Skitag beziehungsweise Skiurlaub braucht vor allem eines: Vorbereitung. Plötzlich tauchen Fragen auf, die man sich ohne Nachwuchs nicht gestellt hat. Was ist also zu beachten, wenn die Kinder mit auf die Piste kommen?

Welches Skigebiet eignet sich für Kinder?

Bei der Auswahl des richtigen Skigebietes ist in erster Linie zu beachten, ob der Skiort die passenden Bedingungen für Kinder und ihre ersten Schwünge liefert. Einige Skigebiete bieten einen Familien- oder Kinderskipark, mit eigens entwickelten Skipisten an. Hier kann sich der Nachwuchs langsam und sicher an die zwei Bretter herantasten und ein Gefühl für die beliebte Sportart entwickeln.

Das für Anfänger konzipierte Areal ist meist im Tal, sodass keine langen‌ Gehstrecken anfallen und jederzeit problemlos eine Pause eingelegt werden kann. Besonders gut ausgestattete Skigebiete bieten auch Strecken für fortgeschrittene Kinder an. Für viel‌ Abwechslung sorgt zum Beispiel das Skigebiet Obertauern, welches unterschiedliche ‘Kindertauernrunden’ für Kinder und Jugendliche anbietet. Je nach Erfahrung und Kondition, kann der Nachwuchs die kindertauglichen Strecken sogar ohne Eltern oder Skilehrer bewältigen.

Wann ist die beste Zeit, um mit Kindern die Pisten unsicher zu machen?

Auf den weißen Pisten kann es in der Hochsaison schon ziemlich rundgehen. Für Familien, die Kinder im nicht schulpflichtigen Alter haben, bietet sich die Vorweihnachtszeit für einen Skiausflug oder Skiurlaub an. Kurz vor Weihnachten geht es auf den Pisten noch etwas ruhiger zu, was für Kinder die optimale Voraussetzung ist, um mit den Eltern oder in einem Skikurs die ersten Meter auf zwei Brettern zu machen.

Kurz vor Weihnachten punkten die Skigebiete mit einem spannenden Rahmenprogramm, welches sich für die ganze Familie eignet. In Obertauern lädt der höchstgelegene Christkindlmarkt im Salzburger Land auf 1.740 m die großen und kleinen Besucher zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit ein.

Was kostet ein Skikurs für Kinder?

Die Kosten eines Skikurses hängen mitunter von der Dauer, dem Alter und den Zusatzleistungen, wie Mittagsbetreuung und Skipass, ab. Die meisten Skikurse dauern 3 bis 5 Tage - dies ist ungefähr die Zeit die benötigt wird, damit sich die jungen Gästen schon halbwegs sicher und eigenständig auf den beiden Brettern fortbewegen können. Für diesen Zeitraum sollten Eltern Kosten von zirka 200 - 250 Euro einkalkulieren.

Ganztageskurse beinhalten zu Mittag eine kurze Pause, damit die Sportbegeisterten wieder zu Kräften kommen können - die Betreuung während dieser Zeit und auch die Konsumation von Essen und Trinken in einer Skihütte, ist dabei meist extra zu entrichten.

Skifahren mit Baby und Kleinkind im Gepäck - Geht das?

Auch hier sind viele österreichische Skibetriebe sehr gut vorbereitet. Ist der Nachwuchs noch zu klein um im weißen Pulverschnee seine eigenen Spuren zu ziehen, dann steht in einigen Skigebieten eine Kinderbetreuung zur Verfügung. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Pisten und Skiliften, sodass die Eltern auch alleine ein paar Schwünge genießen können. Ein gutes Beispiel ist hierbei das ‘Kinderland Obertauern’, in welchen Kleinkinder von 10 Monate bis 5 Jahre beim Basteln, Malen und Spielen ihren Winterurlaub genießen können.

Skiausrüstung für Kinder kaufen oder ausleihen?

Eines sei vorweg gesagt: Sowie auch alle anderen Kleidungsstücke, werden die Kinder auch sehr schnell aus der Ski- oder Snowboardausrüstung wachsen. Die Skischuhe sind in der nächsten‌ Saison bestimmt zu klein und bis zum nächsten Abenteuer im‌ Schnee, wird auch der Skianzug nicht mehr passen.

TVB_Shoot2_Obertauern_Rohrbacher18_8.jpg Tourismusverband Obertauern

Bei Skikursen ist die Leihausrüstung (alles außer Kleidung) meist dabei. Wer schon mit einem erfahrenen Pistenraudi in das Skigebiet kommt oder dem Nachwuchs die ersten Schwünge selbst zeigen möchte, der ist gut damit beraten die Standardausrüstung bei einem Verleih auszuborgen. Alternativ können Tauschbörsen und diverse online Verkaufsplattformen durchforstet werden, denn auch dort findet man wenig getragene Kinderkleidung sowie Ski zu einem passablen Preis. Vorsicht heißt es beim Helm. Hier zahlt es sich auf jeden Fall aus einen neuen zu kaufen, denn man weiß nicht, ob der Vorgänger bereits damit gestützt ist. Helm und Skischuhe müssen gut passen, denn wenn es am Kopf oder am Fuß drückt, ist die Motivation schnell dahin. Im Tal der Skigebiete gibt es meist mehrere Verleihstationen, die hier helfend zur Seite stehen und die passende Ausrüstung finden.

Was gehört nun zur typischen‌ Standardausrüstung für Kinder?

  • Skianzug
  • Ski (optional: Skistöcke)
  • Skischuhe
  • Helm
  • Skibrille

Bei den Skiern gilt, je kürzer die Ski, desto leichter sind sie zu kontrollieren. Wenn Kinder zum ersten Mal auf den Brettern stehen, dann ist eine Ski-Länge von ‘Körpergröße minus 35 - 40 cm’ optimal. Je größer der Erfahrungsschatz desto länger werden auch die Ski. Bei fortgeschrittenen Skifahrern sind die Bretter ungefähr 5 Zentimeter kürzer als die Körpergröße.

Wie motiviert man Kinder zum Skifahren?

Es gibt jene Eltern, die den Winter gegen Palmen und Sand zwischen den‌ Zehen tauschen und es gibt jene Eltern, die beim ersten Schneefall schon auf der Piste stehen. Familien in welchen der Schneesport leidenschaftlich ausgelebt wird, haben natürlich bessere Chancen ihren Nachwuchs zu motivieren. Wer selbst gerne auf der Piste steht, übernimmt eine ‘Vorbildfunktion’ und kann die Kleinen leicht mitreißen und motivieren.

In beiden Fällen ist es ratsam, den Kindern die Freiheit zu geben unterschiedliche Pistensportarten auszuprobieren. Vielleicht fährt das Kind gerne Ski, vielleicht möchte es jedoch auch Snowboarden, Langlaufen oder Schneeschuhlauf testen.

Ein‌ Sportkurs ist generell eine besondere Erfahrung, denn die Kinder werden nicht nur mit einer neuen Sportart, sondern auch mit vielen neuen Gesichtern konfrontiert. Dies kann für die Kleinen im ersten Moment ungewohnt sein, doch das gemeinsame Trainieren spornt an und der Spaß kommt auf den kindgerechten Pisten auch nicht zu kurz. Hier bietet es sich natürlich an, sich mit befreundeten Familien zusammenzuschließen, sodass die Kinder diese Erfahrung gemeinsam mit Freunden machen können. Die kleinen Erfolgserlebnisse auf der Piste wirken sich positiv auf die Motivation der kleinen SkifahrerInnen aus, sodass diese am‌ Ende gar nicht mehr aus den Skischuhen schlüpfen möchte.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 09.12.2019 um 04:34 auf https://www.salzburg24.at/leben/wintersport-skiabenteuer-mit-kindern-was-ist-zu-beachten-79028794

Mehr zum Thema